Eine Kreuzfahrt, die so schrecklich endete...AICD ist ein Insel-RPG, bei dem man sich im Kampf ums Überleben zwischen Gut und Böse entscheiden muss.
 
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 Weststrand

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Jakob MacKenzie
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BeitragThema: Weststrand   So 16 Nov 2014 - 22:46



Ein ruhiges Plätzchen... scheinbar abseits jeglicher Zivilisation.
Jedoch ist das Dorf nicht weit. Die Anwesenheit von Neuankömmlingen bleibt selten unbemerkt...

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Josefine Emilia Gruber
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BeitragThema: Re: Weststrand   Mi 7 Jan 2015 - 18:28

cf: Schiff -> Freitreppe am Heck

Blau. Tiefes Blau. Nie zuvor hatte sie in solch ein unfassbar strahlendes und zugleich grelles Blau gesehen.
Ihre Augenlider zuckten, versuchten, die Helligkeit wieder auszublenden.
So fühlt er sich also an, der Tod.
Das dröhnende Rauschen in ihrem Kopf wurde nur langsam lauter. Da waren noch andere Geräusche. Schreie. Laute Schreie.
Es war der Moment, in dem sie die Augen aufschlug und in den blauen Himmel über sich sah. Der Moment, in dem sie das Brennen in ihren Lungen registrierte. Der Moment, in dem sie reflexartig und viel zu hektisch die Luft einsog.
Atme!
Josefine rappelte sich nur mühsam auf, versuchte, Sauerstoff in ihre Lungen fließen zu lassen. Sie spuckte Sand aus, der in ihren Mund geraten war.
Sie sah auf. Überall weißer Sand, Felsen. Ein Wald.
Palmen, dachte sie überrascht.
Und dann die Menschen. Menschen, die verzweifelt Namen riefen oder vor Schmerzen schrien.
Das Schiff!, fuhr es Josefine mit einem Mal durch den Kopf. Der große Luxusliner war gesunken  und sie über Bord gegangen.
Bilder zogen vor ihrem inneren Auge vorbei. Bilder, die sie nie wieder hatte sehen wollen.
Sie sah die Menschen, die in ihrer Panik ins Wasser sprangen, die schrien und versuchten, in Rettungsbote zu gelangen. Sie sah, wie sie sich aneinander festhielten und sich gegenseitig ertränkten.
Die Leichen, die vielen Leichen, dachte Josefine schockiert. Sie setzte sich im Sand auf, zog ihre Beine aus dem Wasser, welches unermüdlich ihren schmerzenden Körper umspülte.
Mit aller Kraft stand sie auf, klopfte sich wie automatisch die Sandkörner aus ihrem zerrissenen, schwarzen Kleid. Sie biss die Zähne zusammen. Der stechende Schmerz in  ihrem Brustkorb raubte ihr für einige Sekunden die Luft zum Atmen.
Und dann war er da, der Gedanke, der tief aus ihrem Unterbewusstsein kam: Sie war nicht alleine gewesen, an Bord der MS JJ. Da war dieser Mann gewesen, mit welchem sie den Abend verbracht hatte.
Suchend blickte sie sich um, setzte einen wackeligen Schritt nach dem anderen in den Sand und fiel beinahe über den Arm einer leblos am Boden liegenden Person.
„Oh Gott“, flüsterte Josefine, ließ sich fallen und versuchte, einen Herzschlag festzustellen. Vergeblich. Ihr wurde schlecht.
So schnell sie konnte, stand die junge Frau wieder auf, stolperte weiter, egal wohin. Hauptsache weg von den Wellen, die auf den Strand trafen.
Bei den Felsen verließen sie ihre Kräfte. Josefine sackte in sich zusammen, legte den Kopf zwischen die Knie und versuchte, die Übelkeit niederzukämpfen. Tränen traten ihr in die Augen.
Überall um sie herum herrschte Chaos. Die Angst vor dem Tod und der Schrecken, dass sie trotz allem lebten, hatte die Menschen, die Passagiere des Schiffes, gezeichnet.
Vielleicht wäre es besser gewesen, zu sterben, dachte sie.
Das hier war die Hölle.
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Tony Wilder
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BeitragThema: Re: Weststrand   Mo 12 Jan 2015 - 17:20

cf: Schiff -> Freitreppe am Heck


Tony spürte weder den Sand noch die brennende Sonne auf seiner Haut. Er fühlte sich wie gelähmt. Beim Versuch zu atmen musste er husten. Seine Lunge brannte wie Feuer. Der junge Mann blinzelte und öffnete erschöpft die Augen. Die Sonne blendete ihn und er versuchte den Arm zu heben, um sich davor zu schützen. Doch seine Glieder fühlten sich bleischwer an. Zum einen lag das sicherlich an dem Anzug, den er immer noch trug und der sich inzwischen mit Meerwasser vollgesogen hatte. Zum anderen war sein Körper vom Überlebenskampf einfach erschöpft. Die Bilder der Tragödie, die sich vor wenigen Stunden abgespielt hatte, blitzten wie Flashkbacks in seinen Gedanken auf.
Tony schaffte es endlich den Kopf zu heben. Er lag an einem Strand. In der Ferne erkannte er etwas, dass sich später als Leichnam eines Mitpassagiers herausstellen sollte. Sein Blick schweifte Richtung Wasser. Das Wrack, dass im letzten Jahr noch ein luxuriöser Kreuzfahrtdampfer gewesen war, lag jetzt wie ein Fisch auf dem Trockenen - einige Hundert Meter von der kleinen Insel entfernt.
Der Cop rappelte sich schließlich auf. Beim genaueren betrachten des Schiffes fiel ihm auf, wie viel Treibgut sich um das Wrack herum befand. Lauter Trümmer. Nicht nur Trümmer. Tony versuchte es genauer zu erkennen bis ihn die grausame Realität einholte. Leichen.
Als sich Tonys Magen wieder beruhigte hatte versuchte er einen klaren Gedanken zu fassen. Noch einmal suchte sein Blick den Strand ab. Er entschied sich schließlich Richtung Felsen zu gehen in der Hoffnung, dass er von dort aus einen besseren Überblick hatte und vielleicht andere Überlebende finden würde.

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Freya Jensen

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BeitragThema: Re: Weststrand   Di 13 Jan 2015 - 18:09

cf: Schiff -> Freitreppe am Heck

Freya tauchte aus den hohen Wellen auf. Sie schnappte nach Luft. Überall um sie herum war nur Wasser. Sie fror. Immer wieder stießen die Wellen über ihrem Kopf zusammen. Das Salzwasser brannte in ihren Augen. "Hallo?..." Sie schluckte Wasser und musste husten. "HALLO?? HILFE?" schrie sie jetzt, nachdem sie sich aus dem Wasser in einem Wellental heraushebeln konnte. Weit entfernt entdeckte sie was helles. 'War es das Schiff?' fragte sie sich. Doch das Helle vermischte sich nun auch mit was grünem. 'Land, da ist Land.' schoss es ihr durch den Kopf. Schnell raffte sich noch alle Kräfte zusammen und steuerte das Land an.
Ihr Beiboot, welches sie noch zu Beginn des Schiffsunterganges besetzt hatte, war doch schon bald gesunken. Zu viele Menschen wollten es belagern. Viel zu viele Menschen hatten versucht sich dort hoch zuziehen. Und schon bald kippte es um und die Leute innerhalb des Rettungsbootes kamen mit dem kühlen nass in Berührung. Doch Freya wolllte nicht aufgeben.

Bald schon merkte sie unter ihren Füßen den Boden. Immer heftiger paddelte sie nun an Land und blieb fast regungslos im warmen, weichen, weißen Sand liegen.
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Samira Meier

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BeitragThema: Re: Weststrand   Di 13 Jan 2015 - 20:07

cf: Schiff -> Freitreppe am Heck

Als Samira ihre Augen öffnete, schmerzte sie das grelle Licht. Sie blinzelte. 'Was war passiert? War sie tot?' Sie war verwirrt. Als sie den Kopf heben wollte, durchschoss sie ein scharfer Schmerz. Sie schrie leise auf. Die Sonne schoss ihre heissen Strahlen direkt auf sie, was die Schmerzen nicht wirklich erträglicher machte.
Samira blieb noch eine Weile liegen und versuchte sich zu erinnern was passiert war. Sie hörte ein Rauschen, konnte es allerdings erst nicht einorden. Plötzlich fiel ihr alles wieder ein. Das Schiff!
Entsetzt setzte sie sich auf. Wieder durchschoss sie einen Schmerz, sie verzog das Gesicht und kniff ihre Augen zusammen. Um sie herum drehte sich alles.Sie kniff ihre Augen erneut zusammen und konnte danach einen Strand erkennen.  Der helle Sand reflektierte das Sonnenlicht so stark, sodass sie ihre Augen nocheinmal schliessen musste. Als sie sich an das helle Licht gewöhnt hatte, erblickte sie viele Trümmerteile um sich herum und dazwischen...
Schnell drehte sie sich zu Seite und übergab sich.
Mit der Hand wischte sie über ihren Mund, dann vernahm sie hinter sich ein Stöhnen.


Zuletzt von Samira Meier am Mi 14 Jan 2015 - 7:29 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Olivia Grey

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BeitragThema: Re: Weststrand   Di 13 Jan 2015 - 21:27

cf: Schiff -> Freitreppe am Heck

Als Olivia die Augen aufschlug, war alles in ein gleißendes, helles Licht getaucht. „Sieht so etwa der Tod aus?“, dachte sie, bevor sie stöhnend versuchte sich aufzurichten. Doch ihre Arme versagten ihr beim Versuch des Aufstützens den Dienst und ihr Kopf fiel zurück auf den Boden, ein dumpfes Geräusch verursachend. Ganz langsam, Stück für Stück wurden all ihre Sinne schärfer. Nein, sie war nicht tot. Das helle Licht verwandelte sich in einen hellen Himmel über ihr und sie fühlte etwas Weiches und Feuchtes unter ihrem Körper.
Bilder zogen vor ihren Augen vorbei. Schreiende Menschenmassen. Sinkende Rettungsboote. Schwarzes, unglaublich tief erscheinendes Wasser. Und ein gesunkenes Schiff. Moment. Das Schiff.
Noch einmal versuchte die junge Frau sich aufzurichten und dieses Mal gelang ihr der Versuch auch. Stöhnend fasste sie sich an den Kopf. Migräne war nichts Neues für sie, doch diese Schmerzen waren anders. Mit geübten Augen scannte Olivia die Umgebung um sie herum ab. Sie lag offensichtlich an einem Sandstrand, die Wellen schwappten sanft gegen den Sand. Sie sah in die Ferne und konnte in einigen hundert Metern Entfernung etwas ausmachen, das wie ein gesunkenes Schiff aussah. „Das heißt es war also kein Traum!“, dachte sie. Ein Blick nach rechts sagte ihr alles. "Nein, ich habe defintiv nicht geträumt!", befand sie. Samira. Oh Gott. Olivia sprang auf, plötzlich Adrenalinschübe in ihren Adern, ausgelöst durch die Panik, was passiert war. Leichen. Entlang des Saums des Wassers lagen leblos einige Passagiere des Schiffes. Olivia hatte als Anwältin auch das ein oder andere Tatortfoto in der Hand gehabt, doch diese Menschen waren alle auf demselben Schiff gewesen wie sie. Aber sie hatte das Schiffsunglück überlebt. Trauer breitete sich in ihr aus und gleichzeitig überkam sie eine Übelkeit, mit der sie nicht gerechnet hatte. So schlecht war ihr das letzte Mal gewesen, als sie eine detaillierte Beschreibung einer Massenvernichtung von Juden in Zeiten des Dritten Reiches gelesen hatte. „Warum zur Hölle mache ich es mir noch schwerer und denke da jetzt auch noch dran?“, dachte sie stöhnend, denn allmählich fing auch ihr Kopf wieder an zu schmerzen. Ihr Blick wanderte über ihren Körper. Noch immer trug sie das Abendkleid vom Schiff, doch es war vollgesogen mit Meereswasser und klebte wie eine zweite Haut an ihrem Körper. Doch das machte ihr in diesem Moment wenig. Die Schmerzen in ihrem Kopf wurden immer schlimmer. Sie schleppte sich mit Mühe noch ein paar Schritte weiter den Strand hinauf, einfach nur weg vom Wasser. Dann wurde ihr schwindelig und sie tauchte wieder in das schwarze Nichts der Ohnmacht ab.
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Isabell Sommer

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BeitragThema: Re: Weststrand   Sa 17 Jan 2015 - 18:51

cf: Schiff->Freitreppe am Heck

Rauschen. Rauschen des Meeres war das erste, was Isabell hörte als sie aufwachte. Sie war verwirrt und wusste nicht mehr was geschehen war. Wo bin ich ?, fragte sie sich und richtete sich langsam auf. Nach einer Weile, fiel ihr wieder ein was geschehen war. Sie war auf einem Schiff mit ihrer Schwester und es passierte in der Nacht von Silvester auf Neujahr. Auf dem Schiff auf dem sie waren versagten die Motoren und Panik brach unter den Menschen aus. Alle versuchten in Rettungsboote zu kommen und nicht mit samt dem Schiff zu versinken. Sie und ihre Schwester Ina hatten es in eins der Rettungsboote geschafft, doch auch dies Boot sang und so schwammen sie um ihr Leben.
Moment. Wo ist Ina?, stieß es ihr plötzlich durch den Kopf. Sie stand ganz langsam auf und versuchte sich einen Weg durch die Menschen, dass meiste waren Leichen zu schaffen. Beim Anblick der Leichen wurde ihr schlecht und sie musste sich zusammenreißen, sich nicht zu übergeben. Sie ging an den Menschen vorbei und suchte dabei ihre Schwester. Doch sie fand sie nirgendwo.
Sie ist doch nicht tot. Nein, dass kann nicht sein!, dachte sie, bis sie wenig später einen leblos im Wasser schwimmenden Körper sah. Isabell ging näher ans Ufer und erkannte ihre Schwester Ina, tot im Wasser schwimmen.
Nein!, rief sie und brach zusammen. Sie wollte sich am liebsten selbst mit ins Meer stürzen und sterben. Doch dann dachte sie:Mach es nicht, denn was würde es bringen? Ich sollte lieber froh sein, dass ich überlebt habe. Nach einer Weile ging sie immer noch weinend zurück nach oben und wollte die Insel erkunden.
Dabei dachte sie an eine Lied-Zeile von einem ihrer Lieblingslied. Darin hieß es:I`II follow you into the unknown.
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Josefine Emilia Gruber
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BeitragThema: Re: Weststrand   So 25 Jan 2015 - 14:13

Sie wusste nicht, wie lange sie so dort bei den Felsen im Sand gesessen hatte, das Meer und das Schiffswrack vor der Küste anstarrend. Das Schreien der Menschen und das gewaltige Rauschen der Wellen in ihren Ohren, das sie nicht ausblenden konnte. Josefine hatte das Gefühl, dass die Geräuschkulisse und der stechende Schmerz ihren Kopf zerbarst. Sie konnte und wollte sich nicht umsehen, nach den leblosen Körpern, die das Wasser anspülte, wollte nicht die verletzten Personen sehen, die hilflos und verzweifelnd umher irrten.
Vielleicht ist das alles nur ein abartiger Traum. Du musst dich zwingen, aufzuwachen, dachte sie und wusste doch, dass das hier die grausame Realität wiederspiegelte.
Sie erschrak fürchterlich, als jemand gewaltsam von hinten an ihren Schultern rüttelte und ihr in einer für sie völlig fremden Sprache ins Gesicht brüllte. Josefine sprang auf, versuchte den hysterischen Mann abzuschütteln, der laut schrie und weinte.
Josefine schüttelte traurig den Kopf. Sie wusste, dass dieser Mann jemanden suchte. Jemanden, den er in dieser Hölle verloren hatte. Sie war nicht in der Lage, ihn zu trösten oder ihm etwas beruhigendes zu sagen. Der Mann wandte sich von ihr ab, als hätte sie nie existiert.
Mit immer noch pochendem Herzen ließ Josefine ihren Blick über dieses Chaos schweifen. Wrackteile. Palmen. Leichen. Blauer Himmel. Zerstörte Existenzen.
Plötzlich verharrte ihr Blick.
"Oh mein Gott", flüsterte sie, erschrocken und erleichtert zugleich. "Tony!", rief sie, doch ihre Stimme verhallte ungehört im Rauschen des Ozeans. Josefine ging ein paar unsichere Schritte in Richtung des Mannes, mit welchem sie den Abend an Bord des Schiffes verbracht hatte. Des Mannes, den sie eigentlich nicht kannte und dessen Anwesenheit sie nun für einen kurzen Moment mit Dankbarkeit erfüllte.
Als sie erkannte, dass er sie bemerkt hatte, blieb sie stehen.
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Tony Wilder
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BeitragThema: Re: Weststrand   Di 27 Jan 2015 - 17:22

Tony drehte ruckartig den Kopf. Hatte gerade jemand seinen Namen gerufen? Sein Blick wanderte über den Strand, doch er erkannte kein bekanntes Gesicht. Es war wohl doch nur das Meeresrauschen, was sich mit anderen Geräuschen vermischt hatte. Er ging einige Schritt weiter auf die Felsen zu, die sich am Strandabschnitt auftürmten. Der junge Cop wusste gar nicht, was er als erstes tun sollte. Die Verletzten bergen, nach Überlebenden suchen oder retten, was noch zu retten war, in der Hoffung die paar Tage hier zu überleben bis Rettung kam.
Plötzlich verharrte Tony. Sein Blick fiel auf eine junge Frau, die ihn scheinbar schon einige Momente beobachtete. Dann erkannte er sie. Josefine. Tony lief auf sie zu. Sein Blick scannte ihren ganzen Körper nach Verletzungen ab. "Bist du okay?" Von außen sah es aus als wäre die junge Frau mit einigen Kratzern davon gekommen. Aber Tony wollte sicher gehen, dass es ihr gut ging. Und je nachdem in welcher Verfassung sie war, könnte sie ihm vielleicht helfen dieses Chaos zu ordnen. Fürsorglich legte er seine Hand auf ihren Arm. "Gehts dir gut?", fragte er erneut.

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Freya Jensen

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BeitragThema: Re: Weststrand   Mi 28 Jan 2015 - 17:29

Langsam aber sicher kam Freya wieder zu Atem. Sie setzte sich auf und blinzelte in die helle Sonne. Alles um sie herum war hell und strahlte nur so voller Leben.... bis auf die Leichen, die sich hier und dort am Strand verteilt hatten.
Die junge Dänin schaute sich um. Sie erkannte das junge Pärchen, welches sie zum aller ersten mal in der Schiffsbar getroffen hatte. 'Wenigstens zwei die noch leben...' dachte sie bei sich.
Als Freya jedoch ihren Blick nach links warf, sah sie nicht weit von ihr musste sich Olivia gerade übergeben. "Olivia?" rief Freya sofort. "Du lebst auch noch..." Schnell versuchte sich aufzustehen um zu ihr zu gelangen. Doch bald schon drehte sich alles. Schnell verharrte sie in ihrer Position, bis der Schwindel aufgehört hatte. "Alles okay mit dir?" fragte sie nun führsorglich, ohne Gedanken um sich selbst zu machen. "Kann ich dir irgendwie helfen?" Endlich schaffte sie es aufzustehen und zu der jungen Passagierin zu gehen.
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Olivia Grey

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BeitragThema: Re: Weststrand   Sa 31 Jan 2015 - 18:03

Olivia war dankbar, als sie nach dieser beinahe nur Sekunden andauernden Ohnmacht schnell wieder in die Wirklichkeit zurückkam. Sie wagte einen Besuch und war dankbar, dass sie ihren Beinen wieder vertrauen konnte. Schnell blinzelte sie das ihr aufkommende Flimmern vor den Augen weg, dann sah sie sich erneut um. Das ist ja wie in Lost!, schoss es der jungen Anwältin in den Kopf. Doch in dieser verkehrten Welt war das nicht mehr wichtig. Im Augenblick zählte nicht mehr, wo sie herkam, welchen gesellschaftlichen Stand sie hatte und was sie als Beruf ausübte. Nein, im Moment zählten ganz andere Dinge. Dinge, wie die Fähigkeit, mit dieser Situation umzugehen, ohne Schäden davon zutragen. Dinge, wie die Fähigkeit mit anderen, völlig fremden Leuten umzugehen, ohne sie jemals vorher gesehen zu haben. Olivia war nur dankbar, dass ihr Beruf sie auf einige dieser Bereiche vorbereitet hatte. Natürlich nicht in dieser Extremform, doch fiel es ihr außerordentlich leicht, mit anderen Personen Kontakte zu knüpfen. Wenn es nicht Menschen wie die Blondine waren, die sie schon an der Schiffsbar so furchtbar aufgeregt hatte. Apropos Schiff. Olivia ließ ihren Blick wieder über den Strand wandern. Wer wohl noch hier gelandet war? Sie bemerkte zwei Menschen, die wohl auch lebten, denn sie standen inmitten von mehreren reglosen Körpern. Olivia wurde schlagartig furchtbar schlecht und eine wahnsinnig schlechte Laune stieg in ihr auf, als sie die blonden Haare erkannte, die im Licht der vom Himmel herunterglühenden Sonne zu sehen war. Warum? Warum muss gerade sie mit hier angespült worden sein? Und warum dann auch noch der Typ? Verdammt, sie war wirklich genervt. Natürlich hätte sie niemals gewollt, dass einen der beiden etwas passiert – das hätte sie wirklich niemandem auf der Welt gewünscht – aber gab es hier nicht noch mehr Inseln, auf die man hätte gespült werden können? Nun ja, so war es halt gekommen. Sei einfach froh, dass du noch lebst. Es hätte nun wirklich viel schlimmer kommen können. Sie hörte, wie ihr Name nicht weit entfernt gerufen wurde. „Olivia?“ Moment, war das nicht Freyas Stimme. Schnell drehte sie sich zu der Stimme hinter ihr um. Sie sah die junge Dänin beim Versuch sich aufzurichten, doch anscheinend ließ ihr Zustand es noch nicht zu. „Du lebst auch noch…“, vernahm sie. Zaghaft nickte Olivia. Sie war so unbeschreiblich erleichtert, dass Freya noch lebte, dass sie keinen Ton herausbrachte. Olivia hatte das Gefühl, in Freya etwas gefunden zu haben, was sie noch nie in ihrem Leben gehabt hatte. Auch, wenn sie der jungen Frau erst kurz vorher an der Bar begegnet war. Sie verstand Olivia ohne Worte und war immer fürsorglich. Und auch in dieser, doch sehr aussichtslosen Lage, kümmerte sie sich um Olivia: „Kann ich dir irgendwie helfen?“, fragte sie und schaffte es nun doch aufzustehen. „Nein. Danke! Ich sollte vielleicht lieber dich fragen, ob man dir helfen kann. Alles in Ordnung mit dir?“ Weil sie sich nicht sicher war, wie gut ihr Gegenüber stehen konnte, nahm sie vorsichtig ihren Arm, damit sich Freya abstützen konnte und sich ihr Kreislauf langsam wieder an die Belastung gewöhnte.
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Jakob MacKenzie
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BeitragThema: Re: Weststrand   Sa 31 Jan 2015 - 23:09

cf: Das Dorf, jedoch sind einige Stunden vergangen
Zur Postingreihenfolge:
Josefine - Tony - Freya - Samira - Olivia - Noah - Isabell - Kris - Jakob
__

Gerüchten zufolge spielten sich am Weststrand dramatische Szenen ab - und Gerüchte machten im Heimatdorf von Jakob schnell die Runde. So ein Kreuzfahrtdampfer blieb nicht unbemerkt, auch wenn die Insel auf den ersten Blick ziemlich einsam aussah. Doch die Gestrandeten ahnten noch nicht, was auf der Insel auf sie wartete.
Leise pirschte sich Jakob durch den dicht bewachsenen, angrenzenden Dschungel. Er war fast am Sandstrand angekommen. Sein Instinkt verriet ihm, dass irgendwas anders war. Wer in dieser Umgebung aufgewachsen war, der merkte schnell, dass die Tiere aufgescheucht worden waren und die Akustik sich daher anders verhielt.
Ein entfernter schmerzerfüllter Schrei erreichte Jakobs Ohren. Er war vom Strand nicht mehr weit entfernt. Noch wenige Schritte und er würde auf dem Strand stehen. Jedoch entschied er sich dazu, sich im Dickicht des Dschungels zu verstecken und zu schauen, was für Menschen gestrandet waren.
Ihm Blieb für einen Augenblick der Atem stehen. Dieses riesen Ding, das er als Schiff identifizierte, lag vor dem Strand und befand sich in grotesker Schieflage. Rauchwolken stiegen auf. Jakobs Blick wanderte näher an ihn selbst heran. Angeschwemmte Trümmerteile. Leichen. Hier und da Überlebende, aber waren es nicht viele. Er beobachtete, wie sich einzelne Menschen wiederfanden. Es war schwer, Gesprochenes auszumachen und er war sich nicht sicher, ob die fremden Menschen eine Sprache sprachen, die er verstehen konnte. Ich muss näher ran. Aber immer mit der Ruhe, die sind noch länger hier., überlegte er und harrte im Blättergestrüpp aus.

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Josefine Emilia Gruber
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BeitragThema: Re: Weststrand   So 1 Feb 2015 - 13:45

"Bist du okay? Geht's dir gut?"
Sie verstand seine Worte kaum, zu laut und zu stark war das Rauschen in ihrem Kopf. Ob es nur von den Wellen herkam, die sich am Strand brachen, konnte sie nicht mehr genau sagen. Ihr Körper schmerzte und sie hatte Mühe, sich auf den Beinen zu halten.
Dennoch nickte sie. "Ich glaube schon." Josefine sah den Mann an, der vor ihr stand und hätte am liebsten den Tränen in ihrem Inneren freien Lauf gegeben. Das hier war nicht nur eine extreme Situation, das hier war unvorstellbar.
"Bist du verletzt?", fragte sie und nahm die Hand wahr, die immer noch auf ihrem Arm ruhte.
"Ich bin froh, dass du da bist", sagte sie, nachdem sie eine Antwort des US-Polizisten erhalten hatte. "Das hier ist alles so...grausam. Aber es kommt bestimmt bald Hilfe. Es kommt doch Hilfe, oder? So ein Schiff, das verschwindet doch nicht einfach von den Radaren. Man wird nach uns suchen, oder?" Flehend sah die junge Frau ihn an. Sie würde es hier keinen Tag aushalten.
Josefine spürte, dass ihre Beine ihr den Dienst versagten und ließ sich in den warmen Sand sinken. Die Hitze war unerträglich, ihr Mund staubtrocken, ihre Kehle brannte regelrecht.
Nur am Rande nahm sie die anderen Menschen wahr, die am Strand angespült worden waren. Menschen, die sie vor einigen Stunden an der Bar des Schiffes gesehen hatte. Und mit denen sie nun dasselbe Schicksal teilte.
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Tony Wilder
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BeitragThema: Re: Weststrand   So 8 Feb 2015 - 13:57

Tony versuchte die junge Frau zu beruhigen. "Sie haben sicher schon angefangen nach uns zu suchen. Wenn die Crew nicht mehr antwortet, dann wird die Reederei davon ausgehen, dass irgendetwas passiert ist. Wahrscheinlich sind die zuständigen Behörden schon informiert. Es kommt sicher bald Hilfe. Aber ich fürchte ein paar Stunden werden wir hier ausharren müssen."
Die Sonne brannte immer noch unbarmherzig vom Himmel. Tony sah weitere Überlebende, die sich am Strand aufhielten und ebenfalls zu begreifen versuchten, was in den letzten Stunden passiert war. Der Cop überlegte, welcher nächste Schritt am sinnvollsten wäre.
"Ich schlage vor, wir suchen nach Wasser und warten dann im Schatten bis wir gerettet werden. Vielleicht wurden ein paar Lebensmittel vom Schiff angeschwemmt oder in den Rettungsbooten finden wir ein paar Flaschen Wasser. Wenn wir uns das alles genau einteilen, dann sollten wir so lange hinkommen, bis sie uns finden." Er blickte Josefine an, wartete auf ihre Antwort. Tony war sie nicht sicher, ob Josefine genug Kraft hatte, um ihm zu folgen, deshalb bat er ihr einen Ausweg an. "Willst du hier warten und ich suche uns was? Oder kommst du mit? Wir könnten uns mit den anderen Überlebenden zusammenschließen und alles was wir finden dann unter uns aufteilen. Was hällst du davon?"
Dem Polizisten war klar, dass so eine Rettungsaktion mehrere Tage dauern konnte. Sie waren auf offener See gewesen, als das Schiff gesunken war. Selbst wenn der Untergang relativ schnell bemerkt worden wäre, so könnte es noch Tage dauern bis ein anderes Boot zur Hilfe kam. Und selbst ein Hubschrauber, der die Lage erkunden könnte, würde mehrere Stunden brauchen. Tony war klar, dass die Situation nicht so einfach war, wie er es Josefine geschildert hatte. Doch er wusste auch, dass Panik keinem von ihnen weiter helfen würde. Ganz im Gegenteil. Solange man Hoffnung hatte, bestand wenigstens noch die Chance auf einen klaren Gedanken. Und den versuchte Tony zu erhalten.

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BeitragThema: Re: Weststrand   Di 10 Feb 2015 - 18:38

Oliva war wirklich führsorglich. Obwohl es um ihre Gesundheit sichtlich auch nicht gut stand, fragte sie ob es Freya auch gut ginge. Diese nickte. "Geht schon. Nur ein bisschen der Kreislauf.. Mensch das war ja was... Ein Glück, dass wir überlebt haben." Sie schaute sich um und musste blinzeln, weil die Sonne den hellen Strand nur so zum leuchten brachte. "Wollen wir uns mal ein bisschen umschauen und schauen, ob wir noch irgendwo helfen können?" Sie guckte in die Richtung, aus der sie weitere Stimmen hören konnte. Das Pärchen vom Schiff. "Hey, ihr dort drüben.. Braucht ihr Hilfe?" Sie begab sich langsam auf den Weg zu den beiden, jedoch wartete sie kurz, bis Olivia sich aufgerappelt hatte.
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BeitragThema: Re: Weststrand   Mi 11 Feb 2015 - 11:35

Vorsichtig rappelte sich Samira auf. Wieder durchschoss ein scharfer Schmerz ihren Kopf. Ihre Glieder schmerzten ebenfalls, sie konnte kaum aufrecht stehen.
Langsam ging sie zu der Person hinter ihr. Das Stöhnen war inzwischen verstummt. Wie in Trance tastete sie nach dem Puls des jungen Mannes, sie spürte nichts. Er atmete nicht mehr.Sie versuchte sich zu erinnern, was sie nun tun musste. 'Ach ja, Herzdruckmassage', fiel es der jungen Schweizerin wieder ein. Dann begann sie damit, den jungen Mann wiederzubeleben. Schon nach kurzer Zeit war sie am Ende ihrer Kräfte, sie musste wohl oder übel aufgeben. Tränen liefen ihr übers Gesicht. Um sie herum waren bereits so viele Tote, weshalb musste direkt neben ihr auch noch einer sterben?
Sterben. Sterben?!? 'Wo ist Chiara??', schoss es ihr durch den Kopf. Mit ungeahnten Kräften stemmte sie sich wieder hoch und blickte sich verzweifelt um. Nirgends konnte sie Chiara entdecken. Wo war sie bloss? Anstelle ihrer Schwester sah Samira, zwei Frauen, die miteinander zu sprechen schienen. Von weitem konnte man meinen, dass es Freya und Olivia waren. Langsam begann Samira sich einen Weg durch die Trümmerteile und Leichen zu bahnen.
Plötzlich zuckte sie zusammen, sie hatte ihre Schwester entdeckt. Blutüberströmt lag sie zwischen den Trümmerteilen eingeklemmt, sie schien bewusstlos zu sein. Samira stürzte sich zu ihr hin. Sie tastete nach dem Puls und fühlte ob sie Chiara's Atem spürte. Doch Chiara's Körper war schon ganz kalt, nichts regte sich an ihr. Verzweifelt schrie Samira auf und brach neben ihrer Schwester weinend zusammen.


Zuletzt von Samira Meier am Fr 20 Feb 2015 - 14:56 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Olivia Grey

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BeitragThema: Re: Weststrand   Mi 11 Feb 2015 - 20:50

Olivia fand es ungemein erleichtert, dass sie in diesem Chaos jemanden gefunden hatte, dem sie vertrauen konnte. Doch sie hatte das Gefühl das sowohl Freya als auch sie selbst ihre körperlichen Beschwerden hinten anstellten. Zumindest war das in ihrem Fall so. „Wollen wir uns mal ein bisschen umschauen und schauen, ob wir noch irgendwo helfen können?“, fragte Freya sie gerade. Olivia nickte und die junge Frau neben ihr sah sich für kurze Zeit am Strand um. Beiden fiel es schwer, etwas zu sehen ohne zu viel zu blinzeln, da die Sonne einfach zu hell war und der Sand das ganz noch reflektierte. Freyas Blick schien an dem Pärchen vom Schiff hängenzubleiben. Die beiden, auf die Olivia nun wirklich keine Lust hatte. Besonders nicht in ihrem Zustand und mit ihrem Aussehen. Olivia wusste, dass sie eigentlich ganz gut solche Gefühle verbergen konnte, doch war sie wahrlich nicht auf Smalltalk aus. Doch irgendetwas in ihr sagte, dass es in dieser Situation keinen Smalltalk geben würde. Vielleicht, wenn alles etwas besser, etwas geordneter war. Sie war so in ihre Gedanken versunken, dass sie beinahe ein wenig zusammenzuckte, als Freya den beiden zurief: „Hey, ihr dort drüben… Braucht ihr Hilfe?“ Jetzt gab es wohl kein Zurück mehr. Olivia sah, dass auch die beiden durch die plötzlich erklingende Stimme ein wenig erschreckt waren. Du weißt selbst nicht mal, wer die beiden sind und was sie tun und findest sie bereits doof. Hallo? Wo ist bitte deine Toleranz geblieben?! schimpfte sie mit sich selbst in Gedanken. Sie registrierte, dass Freya ihr von der Seite einen Blick zuwarf. Das brachte Olivia dazu, ein schiefes Grinsen aufzusetzen: „Hoffentlich sprechen die überhaupt Deutsch. Was war nochmal alles an Nationen auf dem Schiff vertreten? Würde mich nicht wundern, wenn die beiden aus Portugal oder so kämen.“ Olivia merkte, dass es ihr gut tat, in dieser Situation ihren Humor nicht zu verlieren. Freya lachte leise und die beiden gingen auf das Pärchen einen Schritt zu.
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Isabell Sommer

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BeitragThema: Re: Weststrand   Fr 13 Feb 2015 - 18:51

Eigentlich wollte Isabell die Insel erkunden, doch sie kehrte auf halben Weg um. Sie war einfach noch nicht breit sich, dieser neuen Situation zu stellen. Zu groß war die Trauer, um ihre tote Schwester. Also beschloss sie denn Strand noch ein wenig entlang zu gehen und sich erstmal mit ihrer neuen Umgebung vertraut zu machen.
Als die den wunderschönen Strand entlang ging ließ sie ihren Gedanken und auch ihren Tränen freien Lauf. Es tat ihr gut sich auszuweinen und sie war froh drüber, dass keine weitere Person in ihrer Nähe war. Denn sie wollten von niemand getröstet werden, höchsten von ihren Eltern, aber die waren ja nicht da. „In ein paar Tagen werde ich bestimmt nicht mehr so traurig sein und vielleicht ein paar nette Leute kennen“, dachte sie und setzte sich auf einen Fels.
Dann dachte Isabell ein paar Minuten an gar nichts, sondern schaute einfach aufs Meer und war danach irgendwie tiefenentspannt.
Jetzt will ich aber die Insel erkunden“, dachte sie stand auf und ging den ganzen Weg zurück.
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Jakob MacKenzie
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BeitragThema: Re: Weststrand   Sa 14 Feb 2015 - 15:43

Innerlich fluchte Jakob, der nach wie vor im Dickicht des Dschungels hockte. Die Überlebenden waren zu weit weg - er verstand nicht, was sie sagten.
Ein kleine Gruppe, die offensichtlich den allerersten Schrecken überwunden hatte, kam zusammen und schienen miteinander zu reden. Er machte mehrere Personen aus, darunter war lediglich ein Mann. Er wettete innerlich, dass dieser Mann schlussendlich das Kommando über die Gruppe übernehmen würde.

Jakob hatte als Kind eine Geschichte von einem abgestürzten Militärflugzeug gehört, das viele Überlebende hervorbrachte. Sie waren mit Waffen ausgerüstet gewesen und haben das erste Dorf, das sie entdeckt hatten, gewaltvoll unter ihre Kontrolle gebracht und geplündert. Vorher hatten einige Dorfbewohner noch ihre Gastfreundschaft angeboten.
Dies war nicht der einzige traurige Vorfall, der sich in der Geschichte der Insel ereignet hatte. Die Einwohner waren mehr als misstrauisch gegenüber Neuankömmlingen. Verzweiflung und die Gewohnheiten aus der Heimat entwickelten oft ihre eigene Dynamik.

Daher hockte Jakob eher ratlos in seinem Busch und überlegte, was er als nächstes tun sollte. Er wollte sich ungern als Einwohner erkennen zu geben. Andererseits konnte er die Verletzten nicht einfach den wenigen Überlebenden überlassen, das war für ihn moralisch nicht vertretbar.
Also fasste er den Entschluss, sich als Gestrandeter auszugeben. Dafür musste er sich dem Großteil seiner Kleidung und Ausrüstung entledigen. Nur noch in Hose bekleidet trat er auf den Strand, bemühte sich angestrengt auszusehen und überlegte sich eine Geschichte. Sein Gang stockte; ihm fiel keine Geschichte ein. Diese Menschen kamen aus einer völlig anderen Welt - er hatte gar keine Ahnung, was er hätte lügen können. "Blinder Passagier", murmelte er leise, "das klingt gut". Von blinden Passagieren hatte er nämlich schon viele Geschichten gehört.
Langsam näherte er sich der Personengruppe. Sein Blick fixierte sich auf den Mann. Das wird interessant..., kommentierte er in Gedanken.

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Josefine Emilia Gruber
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BeitragThema: Re: Weststrand   Sa 14 Feb 2015 - 21:46

Verzweifelt sah Josefine Tony an. Für den Bruchteil einer Sekunde zweifelte die Journalistin an seinen Worten. Sie wusste, wann jemand nur Halbwahrheiten von sich gab. Es war ihr Job, seriöses Auftreten zu identifizieren und sicheren Quellen Glauben zu schenken. Dennoch wollte sie nicht darüber nachdenken, wie lange es dauern konnte, bis Hilfe kommen würde. Wie viele Stunden oder Tage würden sie hier ausharren müssen?
„Hey, ihr dort drüben… Braucht ihr Hilfe?“ Zwei junge Frauen kamen auf die beiden zu. Josefine erkannte die brunette Frau wieder. Sie hatte sich auch an der Bar des Schiffes aufgehalten.
"Nein...nein, wir sind okay", erwiderte Josefine, überrascht, dass die beiden Deutsch zu sprechen schienen und sie selbst zu einer klaren Antwort fähig war. Sie hatte das Gefühl, dass ihr Kopf unter dem Rauschen und Dröhnen zerbarst.
Plötzlich fiel ihr die Begebenheit an Bord des Luxusliners wieder ein. "Die Dunkelhaarige mag uns nicht", raunte sie dem Polizisten neben sich zu. Sie erinnerte sich an den pikierten Blick der Frau, als Josefine mit Tony - vom Cocktail ermutigt - ziemlich unverblümt geflirtet hatte. Nun glaube sie auch, im Gesichtsausdruck der Frau etwas ähnliches erkennen zu können.
Josefine zuckte zusammen, als wie aus dem Nichts ein Fremder hinter Tony erschien.
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Tony Wilder
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BeitragThema: Re: Weststrand   So 15 Feb 2015 - 13:39

Die jungen Frauen kamen langsam auf Josefine und Tony zu. Anscheinend waren sie nicht verletzt, soviel konnte der Cop zumindest auf den ersten Blick feststellen. "Die Dunkelhaarige mag uns nicht", murmelte die Blondine. Anthonys Blick blieb stur auf den Neuankömmlingen als hätte er Josefines Anmerkung gar nicht wahrgenommen. Er fragte sich, wie sein Gegenüber darauf kam, dass jemand sie nicht mochte, obwohl sie sich überhaupt nicht kannten. Trotzdem versuchte der junge Mann sich unvoreingenommen auf die neue Situation einzulassen. Alles andere konnte er mit Josefine später unter vier Augen klären.
Gerade als er die hinzukommenden Frauen etwas fragen wollte, bemerkte er wie Josefine zusammenzucken. Instinktiv schnellte Tony herum. Ein Mann stand vor ihm - mit nichts weiter bekleidet als einer dreckigen Hose. Der junge Polizist musterte den Fremden. Erst jetzt bemerkte er, dass er die Hände gehoben hatte, als müsste er sich verteidigen. Doch der Mann ihm gegenüber machte keinen gefährlichen Eindruck. Zumindest fand Tony, dass er eher etwas zurückhaltend schaute. Aber keinesfalls feindseelig.
"Geht es Ihnen gut?", fragte der Cop erst auf Deutsch und dann auf Englisch. Abwartend ruhte sein Blick auf dem fremden Mann, während er spürte, wie auch die anderen Frauen ihn beobachteten.

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Samira Meier

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BeitragThema: Re: Weststrand   Fr 20 Feb 2015 - 15:06

Nach einer gefühlten Ewigkeit beruhigte sich Samira langsam wieder. Sie strich ihrer Schwester sanft über die Wange, als sie Stimmen hörte.
Sie sah sich um. Da im grellen Sonnenlicht konnte sie fünf Gestalten ausmachen. Sie verabschiedete sich von ihrer Schwester und stand auf. Ihr Körper schmerzte immer noch überall. Sie musste erst ein bisschen stehen bleiben, um sich an die Senkrechte zu gewöhnen. In ihr drehte sich alles.

Langsam ging sie auf die Gestalten zu. Das waren Freya und Olivia! 'Gott sei Dank.', schoss es ihr durch den Kopf. Ihre Schritte wurden grösser, wenigstens war sie nicht alleine hier lebend gestrandet.
Neben den beiden jungen Frauen konnte sie noch das Pärchen aus der Bar erkennen, daneben stand ein Mann, den sie noch nie gesehen hatte.

"Freya! Olivia!", rief sie den beiden entgegen.
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Olivia Grey

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BeitragThema: Re: Weststrand   So 22 Feb 2015 - 18:34

Olivia war sich ganz sicher, dass die Blondine dem jungen Mann etwas zugeflüstert hatte. Im Gerichtssaal war es häufig sehr nützlich eine sehr hohe und schnelle Auffassungsgabe zu haben, einfach um schnell erkennen zu können, an welcher Stelle man einhaken und eventuell einen Prozess doch noch kippen und für sich gewinnen konnte. Olivia musterte den Mann unauffällig. Er wirkte nicht wie der Typ Mensch, den man vorschnell verurteilen konnte, einfach weil er zu facettenreich war. Dies vermutete Olivia vielmehr. Sie wusste wirklich nicht genau, wie sie jemanden wie die junge Frau neben ihm so schnell abstempeln konnte und versuchte sich auch innerlich dagegen zu wehren, aber für den Moment war es erfolglos. Olivias Augen wanderten wieder zu der Blondine. Sie fragte sich, was sie wohl für Worte an den jungen Mann neben ihr verloren hatte. Sie wurde das Gefühl nicht los, dass es irgendwas über sie gewesen war. Aber im Moment machte sie sich daraus herzlich wenig, da sie in einer etwas anderen Problematik steckten. Und anfangen konnte sie mit ihr vermutlich sowieso nicht viel.
Plötzlich zuckte die Blondine zusammen und auch der junge Mann neben ihr dreht sich um. Ein weiterer Mann hatte sie erreicht und Olivia konnte nicht umhin, ihn eingehend zu mustern. Ihr Blick blieb an der dreckigen Hose hängen und wanderte dann zu dem Pärchen von der Schiffsbar. Der Mann hatte die Hände erhoben, während sich die Frau anscheinend gerade ein wenig von ihrem Schock erholte. Doch das konnte sicher auch täuschen. „Geht es Ihnen gut?“ fragte nun der Mann vom Schiff, sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch und wartete dann eine Antwort ab.
Eine Stimme erklang hinter ihnen: „Freya! Olivia!“ vernahm sie Samiras Stimme. Dabei fiel ihr auf, dass sie noch gar nicht die Namen der anderen beiden Schiffbrüchigen erfahren hatte.
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Isabell Sommer

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BeitragThema: Re: Weststrand   Mo 23 Feb 2015 - 17:04

Als Isabell den ganzen Weg zurück ging, fiel ihr auf das sich eine Gruppe Menschen am Strand versammelt hatte. "Sind das auch andere Überlebende?",fragte sie sich. "Soll ich zu ihnen gehen? Nein, ich lasse es lieber, denn ich will nicht das mich Fremde Leute so verheult sehen.",überlegte sich Isabell. " Anderseits bin ich dann nicht mehr allein ", überlegte sie weiter und beschloss doch zu der Gruppe zu gehen, auch wenn es ihr schwer fiel und es reichlich Überwindung kostete.
Isabell hatte ein etwas mulmiges Gefühl, als sie ganz langsam zu der Gruppe ging. Aber sie hatte ihren ganzen Mut zusammengenommen und war zu der Gruppe gekommen, in der Hoffnung dass alle nett waren und sie schnell Freunde fand. Dies war für sie ein wirklich sehr großer Erfolg, auf den sie stolz war. Nun wartete sie erstmal ab, was die anderen machten.
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Jakob MacKenzie
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BeitragThema: Re: Weststrand   Di 24 Feb 2015 - 13:24

Der Anschluss an die Gruppe lief für Jakob besser als erwartet.
"Geht es Ihnen gut?...Are you all right?", fragte der Mann der Gruppe.
Innerlich jubelte Jakob, weil dies die beiden Sprachen waren, die er fließend sprechen konnte. Äußerlich war er nach wie vor ein verwirrter, dreckiger Mann.
Bevor er jedoch antworten konnte, näherten sich weitere Personen. Zwei Frauen, die neben ihm standen, hießen den Rufen nach zu Urteilen Freya und Olivia.
Es dauerte noch einige Augenblicke, bis sie die Gruppe erreichen würden, also beantwortete der eingeborene Undercover-Gestrandete dem dunkelhaarigen Mann die Frage. "Mir geht es gut. What the hell happened out there?", fragte er dann auf Englisch, um auch den Anderen zu symbolisieren, dass er nicht nur Deutsch sprechen konnte. Ungläubig schaute er sich das Wrack an. Und das musste er nicht mal schauspielern.
"Wir müssen uns um die Leichen und Verletzten kümmern", sagte er dann voll Pragmatismus. Deswegen bin ich auch nur hier, kommentierte er in Gedanken. Er strich sich eine Strähne aus dem Gesicht und schaute Tony fragend an, um unterschwellig zu vermitteln, dass dieser das Sagen hatte.

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Weststrand
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