Eine Kreuzfahrt, die so schrecklich endete...AICD ist ein Insel-RPG, bei dem man sich im Kampf ums Überleben zwischen Gut und Böse entscheiden muss.
 
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 Freitreppe am Heck

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Noah Haase

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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Mo 8 Dez 2014 - 21:14

Das Feuerwerk verglühte über den Fluten, die Menge um ihn herum jubelte und feierte das letzte Jahr, während Noah sich bemühte auf seinen zwei Beinen zu bleiben. Zuerst dachte er, es sei die nervige Stimme aus dem Off (sein Gewissen), dass sich da meldete und ihm Vorwürfe machte, dass er die Blumenkübel nicht genutzt hatte. Aber ihm fiel auf, dass er von sich selbst nie in der zweiten Person redete, sondern immer in der ersten. Ihm musste es echt schlecht gehen. Noch ein paar Wellen weiter und ich fang an mich zu siezen, dachte er sich und murmelte es leise vor sich her. Davon abgesehen machte er sich selten Vorwürfe. Das übernahm der Rest der Welt ziemlich gut.
Als die Stimme ein weiteres Mal erklang und es tatsächlich so schien, als richteten sich die Worte an ihn, löste er seinen starren Blick von den schwarzen Fluten und sah sich zunächst nach links um. Nichts. Er schloss für einen Moment die Augen, atmete einmal tief durch und wartete, bis sich in seinem Kopf alle darüber einig waren, dass sich selbiger nicht mehr bewegte. Dann sah er sich zur anderen Seite um. Da war tatsächlich jemand, der ihn zur Hälfte neugierig, zu zwei Sechsteln amüsiert und zu einem letzten Sechstel besorgt anblickte. Das verwirrte Noah für einen Moment, so dass er die aufsteigende Panik an Bord zuerst nicht bemerkte. Die Motoren waren vor einigen Sekunden ausgeschaltet worden. Auch das war dem seekranken Passagier durch die Lappen gegangen.
Der Kommentar der jungen Lady war von so viel Genialität geprägt, dass Noah leidlich eine Grimmasse zog. "Ach, sagen Sie bloß", brachte er ihr überfreundlich entgegen. Kein Schiff betreten, bei Seekrankheit. Wie kam man nur auf solch schlaue Einfälle? Die gespielte Freude wich der Tristesse und dem Ärger - mehr über sich selbst, als über alle anderen und er lenkte seinen Kopf langsam wieder gen Fluten, als von rechts etwas Wasser gereicht wurde. Überrascht sah Noah auf. Es war immer noch die junge Dame, die ihm dort das Miniglas mit Wasser entgegenhielt. Verwundert sagte er: "Danke".
Der Dank kam reflexartig und immer noch überrascht blinzelte Noah dem Mädchen entgegen, als er ihr, wie mechanisch, das Glas aus der Hand nahm. In dem Moment ging ein Ruck durch das Schiff und auch Noah wurde klar, dass irgendetwas im Argen lag. Für einen Moment hatte er vergessen, dass er sich auf dem weiten Ozean befand, aber nun traf ihn diese Erkenntnis wieder mit voller Wucht. "Scheiße!"
Die neugewonnene Gesichtsfarbe wich mit einem Mal aus seinem Gesicht und mit weit aufgerissenen Augen blickte er sich um. Er beobachtete das komplette Spektrum von vollkommener Ahnungslosigkeit, Ausgelassenheit, über fragende, irritierte Blicke, bis hin zu vollendeter, hysterischer Panik. Während ersteres noch ganz gut vertreten war, war die zweite Gruppe klar in der Überzahl. Der Trend ging aber zur Panik. Das gefiel Noah nicht. Die fehlenden Informationen machten es nicht besser bei klarem Verstand zu bleiben. Noah spürte wie sein Herz gegen die Rippen schlug.
"Das hat sicher alles seine Richtigkeit ... ", murmelte Noah vor sich hin, wandte sich schlussendlich aber wieder an das Mädchen: "Ich bin übrigens Noah", stellte er sich vor, um sich von dem Hier und Jetzt ein wenig abzulenken. Es dauerte keine Sekunde, bis die Ansage des Schiffpersonals über das Deck hallte. Es machte den letzten Funken Optimismus in dem blonden Herrn zunichte.
Er verstand kaum ein Wort, Menschen liefen hektisch um ihn herum in Richtung der Rettungswesten. Von der Reling wegzukommen war kaum möglich. Menschen rempelten ihn von rechts und links an. Noah erschrak, als er sah, wie zwei aneinandergerieten, einer stürzte, der andere schlug blindlinks um sich, stolperte und fiel ihnen beiden fast vor die Füße und warf sich wieder in die Menge.
"Das ist sicher nur eine Vorsichtsmaßnahme", sprach er zu der Dame neben sich - laut und deutlich, damit sie ihn auch verstand. Tatsächlich war die Angst aus dem Blick des Kriminalkommissars verschwunden. Wenn das hier keine Übung war, dann konnte es schließlich kaum noch schlimmer werden. Das heiß, es ging nur noch bergauf. Irgendwie.
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Isabell Sommer

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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Di 9 Dez 2014 - 19:25

Doch als sich auch nach 20 Minuten nichts neues tat und die Motoren des Schiffes versagten wurden den beiden Schwestern erst klar, was passierte. Eine Stimme des Bordpersonals rief durch ein Mikrofon: "Bitte nehmen sich sich einen Rettungsweste und befolgen die Anweisungen unseres Bordpersonals!" Isabell und Ina holten sich eine Rettungsweste, befolgten die Anweisungen der Crew   und hofften möglichst bald am ihnen zugeteilten Rettungsboot zu sein.
"Wenn wir uns hier in der Menschenmenge verlieren sollten, treffen wir uns in Rettungsboot!" ,rief Ina ihrer Schwester zu und strömte mit der Menschenmasse zu den Rettungsbooten.
"Okay!" ,rief Ina zurück doch Iasbell konnte sie kaum verstehen, da überall  Stimmengewirr herrschte.
"So habe ich mir die Kreuzfahrt nicht vorgestellt"  ,dachte Isabell  während sie zum Rettungsboot ging.
Als sie einstieg, sah sie auch ihre Schwester, die eng neben einigen anderen Passagiern saß. Isabell versuchte sich zu ihr durch zu quetschen. Als es ihr gelang war sie froh, dass ihre Schwester bei ihr war und sie diese Evakuierung nicht alleine durchstehen musste. Denn wenn sie alleine gewesen wäre hätte sie bestimmt schon einen Nervenzusammenbruch bekommen. "Wird jetzt alles gut?"  ,fragte Isabell  ihre Schwester.
"Ich weiß es auch nicht aber ich , will es hoffen" ,sagte Ina und machte Isabell etwas Mut.
"Ich glaube diese Kreuzfahrt war eine Schnappsidee von uns".
"Sag dass nicht, es kann ja alles noch besser werden".
"Hoffentlich" ,dachte sich Isabell und wartete ab was nun passierte.
"Und schlimmer kann es doch nicht mehr werden" ,raunte Ina ihre Schwester zu.
"Stimmt".
Beide Schwestern versuchten zwar sich gegenseitig gut zu zureden, aber wirklich glauben taten sie nicht was sie sagten.
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Josefine Emilia Gruber
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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Sa 20 Dez 2014 - 14:33

Der große Luxusliner geriet immer mehr in Schieflage. Josefine hatte große Schwierigkeiten, das Gleichgewicht zu behalten und gleichzeitig Tonys Hand nicht zu verlieren.
"Warte", stieß sie hervor, blieb stehen und streifte die Pumps von ihren Füßen, ließ sie liegen.
Die Passagiere um sie herum gerieten in Panik, Schreie und ängstliche Rufe waren zu hören. Die Rettungsbote schienen der jungen Journalistin so unendlich weit weg zu sein.
Plötzlich ertönte erneut ein markerschütterndes Knarzen die Dunkelheit und es klang, als würde der Schiffsbug zerbersten. Binnen weniger Sekunden neigte sich das Schiffsdeck der Wasseroberfläche entgegen, Wasser schwabbte über die Planken.
Sie hörte den Schrei, den sie selbst ausstieß nicht, als ihre Füße den Halt verloren und sie auf dem Boden aufschlug. Unaufhaltsam rutschte sie über das immer mehr in Schieflage geratende Schiffsdeck. Vergeblich versuchte Josefine, sich festzuhalten, als sie mit dem Rücken hart auf einer Säule auftraf. Der Schmerz raubte ihr für einen Moment alle Sinne, ihr wurde schwarz vor Augen.
Wie durch Watte hörte sie, dass jemand ihren Namen rief. Tony.
"Tony!", schrie sie, doch ihre Stimme ging im unfassbaren Lärmpegel unter.
Das Knarzen des Schiffes übertönte die Schreie und Rufen. Josefine sah Menschen, die ins Wasser sprangen und solche, die versuchten, sich festzuhalten. Zu spät erkannte sie den männlichen Körper, der auf sie zu rutschte und gegen sie schlug. Zu spät reagierte und wurde mit voller Wucht von der Säule weggestoßen. Sie sah das Wasser unter ihren Füßen und konnte ihren Fall nicht mehr aufhalten.

Das eiskalte Wasser war wie ein Schock für sie. Sie tauchte unter und versuchte verzweifelt, wieder an die Wasseroberfläche zu gelangen. Sie schnappte nach Luft, Wasser drang in ihre Lungen. Sie hustete, schluckte noch mehr. Überall Schreie. Überall Menschen. Überall Panik.
Todesangst überkam Josefine. Du musst vom Schiff weg. Es war der einzig klare Gedanken, den sie fassen konnte. Denn die Sogwirkung eines untergehenden Ozeanriesen bedeutete das sichere Ende.
Josefine bahnte sich ihren Weg durch schwimmende und kreischende Passagiere. Sie versuchte, weg vom Schiff zu kommen, welches nur noch zur Hälfte zu sehen war.
Die Dunkelheit umfasste sie, sie konnte kaum sehen, was sich vor ihr befand. Die Eiseskälte hatte ihren Körper fest im Griff.
"TONY!" Sie rief seinen Namen, versuchte, ihn zwischen den unzähligen Menschen im Wasser zu erkennen. Sie sah, wie Menschen in Todesangst versuchten, in eines der wenigen Rettungsbote zu gelangen. Wie diese kenterten. Wie Menschen sich gegenseitig unter Wasser zogen. Wie sie den Verstand verloren.
Es war keine Hilfe in Sicht.
Erst, als sie glaubte, in sicherer Entfernung zum Schiff zu sein, warf sie einen Blick zurück, das Wasser brannte in ihren Lungen, in ihren Augen. Ihre Arme und Beine waren fast vollständig erstarrt.
Das Schiff verschwand mit einer unglaublichen Geschwindigkeit in den Fluten.
Josefine spürte den Sog, der an ihrem Körper riss und versuchte, dagegen anzukämpfen. Wieder und wieder schluckte sie Wasser, bekam kaum noch Luft zum Atmen. Sie schrie.
Dann wurde es dunkel um sie herum.
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Tony Wilder
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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Do 25 Dez 2014 - 10:13

Tonys Körper wurde vom eiskalten Wasser umhüllt. Von außen sah der Ozean vor wenigen Stunden noch friedlich und paradisisch aus. Doch diese Ansicht veränderte sich, wenn man plötzlich gezwungen wurde sich in den Fluten aufzuhalten.
Die Klamotten des jungen Polizisten sogen sich voll mit Wasser und Tony spürte, wie die Luft in seiner Rettungsweste gegen den Sog ankämpfte. Er öffnete kurz die Augen, um sich zu orientieren. Unter Wasser war es still und dunkel. Doch er konnte einige Lichtblitze ausmachen. Nach zwei kräftigen Schwimmbewegungen durchstieß sein Kopf die Wasseroberfläche und er rang nach Atem. Die Stille, die ihn unter Wasser eingehüllt hatte wurde jetzt von panischem Geschrei abgelöst. Um ihn herum spritzte das Wasser, weil sich die Menschen verzweifelt versuchten in Sicherheit zu bringen. Tony sah das Schiff wenige hundert Meter vor sich. Es sank - und zwar mit einer Geschwindigkeit, die er nie für möglich gehalten hatte. Die Augen des jungen Mannes suchten seine Umgebung ab. Josefine war nirgends zu sehen. In seinem Kopf rasten die Gedanken. Sie müssen weg vom Schiff. Tony holte Luft und brüllte: "WEG VOM SCHIFF, SCHWIMMEN SIE WEG VOM SCHIFF" Doch seine Stimme ging in dem Chaos völlig unter. Die Menschen, die sich vor wenigen Augenblicken noch gegenseitig ein frohes neues Jahr gewünscht hatten und miteinander gefeiert hatten, kämpften nun gegeneinander um das nackte Überleben. Jegliches Gemeinschaftsgefühl war gewichen, ersetz durch das Wohl des Einzelnen.

Tonys Helferinstinkt setzte sich durch und er schwamm - gegen seinen eigenen Rat - auf das sinkende Wrack zu. Inmitten des Getümmels versuchte er die Leute zu beruhigen. Er beobachtete, wie ein weiteres Rettungsboot von den Massen gekentert wurde. Plötzlich spürte er einen Schlag am Kopf. Er wurden unter Wasser gedrückt und jemand klammerte sich panisch an ihm fest. Tony versuchte wieder an die Oberfläche zu schwimmen, doch es gelang ihm nicht. Der Griff den Unbekannten war stark. Wer dem Tod ins Augen blickte, entwickelte ungeahnte Kräfte. Tonys Lungen begannen zu brennen und ihm blieb keinen andere Wahl. Mit einem gezielten Schlag, der im Wasser deutlich sanfter ausfiel, als er eigentlich gedacht war, befreite sich der Cop und tauchte auf.
Tony kapitulierte. Er wusste, dass er diesen Menschen nicht helfen konnte, solange sie das nicht zuließen. Ohne weitere Zeit zu verlieren, ließ er die panischen Massen hinter sich und schwamm zügig vom Schiff weg. Einfach weiter. Er hatte keine Richtung, keine Orientierung. Sein einziger Anhaltspunkt war das Boot, von dem er so weit wie möglich weg wollte.

Tony erkannte im letzten aufflackernden Licht eine kleine Gruppe von Menschen und schwamm auf sie zu. Er spürte, wie die Strömung des Wassers allmählich zunahm. Kurz warf er einen Blick zurück - das Schiff war fast ganz verschwunden. Ein Schrei brachte ihn dazu, sich wieder der Gruppe zuzuwenden. Er sah den schlanken Körper einer Frau, die - so schien es - von Wasser verschlungen wurde. Mit ein paar kräftigen Zügen war er bei ihr und packte sie gerade noch an ihrer Rettungsweste.

tbc: Strand -> Weststrand

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Zuletzt von Tony Wilder am Mi 7 Jan 2015 - 19:04 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Freya Jensen

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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Mo 29 Dez 2014 - 14:39

Nachdem sie nun eine Schwimmweste ergattern konnte, begab sich Freya nun zu den kleineren Rettungsbooten. Hier stand schon eine lange Schlange an und Freya tat es ihnen gleich. 'Besser als so, als direkt ins Wasser zu springen..' dachte sich die junge Dänin und sah, dass sich jedoch schon viele an der Reling aufgestellt hatten um einfach so ins Meer zu springen.

Doch das Schiff bewegte sich unruhig und auch die Menschen taten es ihm gleich. Es wurde gedrängelt und getreten, wild um sich geschlagen und die, die schwächer waren bekamen alles ab. "Oh mein Gott, wo ist mein Kind?" schrie eine verzweifelte Mutter, die zudem auch ein weiteres Kind wohl in ihrem Leib zu tragen schien. "Wie schlimm das hier alles ist." meinte Freya nun zu Samira und Olivia und wollte sich am liebsten die Augen und Ohren zu halten, sich unter ihrer warmen Kuscheldecke verkriechen und einfach nicht mehr raus kommen.
Doch dies war hier unmöglich. Sie musste zu sehen, dass sie sich selber retten konnte. Sie wollte nicht mit dem riesigen Metallkoloss einfach in den tiefen der dunklen See untergehen und sterben.

Nach und nach wurde die Schlange vor ihr kürzer und Freya gelang es, in eines der schaukelnden Rettungsboote zu gelangen.
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Samira Meier

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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Mo 29 Dez 2014 - 18:42

Noch bevor Samira in das Rettungsboot steigen konnte, wurde sie von einer verweifelten Frau zur Seite geschoben und stolperte über etwas. Sie verlor das Gleichgewicht und stürzte über den Reling ins eiskalte Wasser. Erschrocken schrie sie auf, bevor sie auch mit dem Kopf ins kalte Nass eintauchte.
Verzweifelt begann sie mit ihren Armen zu rudern, um an die Oberfläche zu gelangen, was in diesem Getümmel schwierig war. Als sie die Oberfläche erreichte, schnappte sie nach Luft.

Als sie sich in der Dunkelheit umblickte, konnte sie nicht viel erkennen. Um sie herum schrien die Menschen panisch umher. Die Umrisse des Schiffes waren ebenso erkennbar. Viel war allerdings nicht mehr sichtbar, denn es sank in atemberaubender Geschwindigkeit.

Ohne viel zu überlegen, begann Samira zu schwimmen. Sie stiessauf eine kleine Gruppe, die ebenfalls wegzuschwimmen schien. Sie spürte den Sog des Meeres, dachte sich jedoch nichts dabei und schwamm panisch weiter. Plötzlich zog es sie allerdings mehr und mehr unter Wasser. Sie versuchte wieder an die Oberfläche zu gelangen, was sie zunächst auch schaffte. Kurz darauf wurde sie allerdings wieder unter Wasser gezogen. Sie konnte spüren, wie sie ihre Kräfte langsam aber sicher im Stich liessen. 'Jetzt ertrinke ich', schoss ihr durch den Kopf. Vor ihrem Auge erschienen Bilder ihrer Familie. Ihre Tocher, ihr Mann, die Eltern und ihre Geschwister.
Plöztlich wurde die junge Frau jedoch von einer starken Hand gepackt und an die Oberfläche gezogen. Wo sie hustend nach Luft schnappte.

tbc: Strand -> Weststrand


Zuletzt von Samira Meier am Mi 14 Jan 2015 - 7:31 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Olivia Grey

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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Mo 29 Dez 2014 - 21:44

Olivia war der Meinung, dass sie in ihrem Leben vorher noch nie in einer stressigeren Situation gewesen war, als in diesem Moment auf dem Kreuzfahrtschiff. Während sie verzweifelt versuchte, den Anschluss an Freya und Samira zu halten, die vor ihr zum Rettungsboot entlangliefen, waren da immer noch die riesigen Menschenmassen, die dem Weg zum Boot in einem Hindernislaufen der besonderen Art verwandelten. Schließlich gab Olivia es auf, den anderen beiden hinterherzulaufen, denn beim Boot würden sie sich wiedertreffen. Bevor sie noch etwas anderes wahrnehmen konnte, wurde sie von einem kleinen Jungen angerempelt, der kaum einmal sieben Jahre alt war. Da die unglaublich hohe High Heels trug, geriet die junge Frau ins Taumeln. Olivia hatte schon auf dem ganzen Weg mehrmals mit bangem Auge auf die nur sehr knappe Entfernung zur Reling und dem damit verbunden Wasser geschaut, doch nun hielt sie ihre Idee, hier entlang zu laufen, für noch bescheuerter. Ihre Hände versuchten noch den Sturz zu verhindern, doch sie griff nur noch ins Leere. Sie fiel genau dort ins Nichts, wo eine Öffnung für ein bereist abgefahrenes Rettungsboot entstanden war. Sie ruderte mit den Armen verzweifelt in der Luft, dich nichts half mehr. Das schwarze, endlos tief erscheinende Wasser, kam immer näher, bevor sie mit einem lauten Platschen eintauchte.

Sie konnte nicht atmen, so eisig war das Wasser. Ihre Lungen brannten und Olivia Schwamm so schnell sie konnte an die Oberfläche. Für irgendwas musste der Schwimmverein, in dem sie jahrelang Mitglied gewesen war, doch gut gewesen sein. Als ihr Kopf die Wasseroberfläche durchstieß, sog sie gierig den Sauerstoff in ihre Lungen. Dann hörte sie eine laute Stimme über das Wasser brüllen: "WEG VOM SCHIFF, SCHWIMMEN SIE WEG VOM SCHIFF!" Einen Moment lang hielt Olivia inne: "Irgendwie erinnert mich die Stimme an den jungen Mann in der Bar. Oder bin ich jetzt komplett übergeschnappt und stelle mit Dinge vor, damit zumindest ein wenig Ordnung in dieses ganze Durcheinander kommt?", dachte sie, bevor sie mit kräftigen Zügen vom Schiff wegschwamm. Plötzlich sah sie aus den Augenwinkeln Samira, die an die Oberfläche kam, jedoch wie es schien von einem Sog erfasst und zurück in die Tiefen des Meeres gezogen wurde. "Oh nein, bitte nicht!", flehte Olivia stumm, bevor sie so schnell sie konnte auf Samira zuschwamm. "Nein! Samira!", rief sie, als der Kopf der jungen Frau unter Wasser verschwand. Olivia nahm tief Luft und tauchte ins Wasser, wo sie Samira in der beinahe vollständig herrschenden Dunkelheit erkennen konnte, sie mit einem kräftigen Griff an der Hand packte und mit sich an die Wasseroberfläche zog. Über Wasser schnappte sie nach Luft, während Samira das Wasser ausspuckte, was sie bei ihrem unfreiwilligen Tauchgang geschluckt hatte. "Oh nein, so schnell kommst du mir hier nicht abhanden!", grinste Olivia verzerrt, bevor sie Samira bedeutete, mit ihr vom Schiff wegzuschwimmen.
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Isabell Sommer

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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   So 4 Jan 2015 - 16:39

Mit dem Und schlimmer kann es doch nicht werden., hatte Ina allerdings kein Recht, denn wenige Minuten später kenterte auch das Rettungsboot. Ina und Isabell versuchten zwar wieder ins Boot zu kommen, doch auch dies gelang ihnen nicht. Und so mussten sie einsehen, dass es besser war sie ließen die Boote zurück.

"Wo sollen wir denn jetzt hin?", fragte sich Ina während sie mit ihrer Schwerster weg vom Boot schwamm.
"Weg", dachte Isabell doch sagen tat sie es nicht, denn sie war am Ende ihrer Kräfte. Ihrer Schwester Ina ging es genauso, denn sie konnte sich kaum noch über Wasser halten. Immer wieder schluckte sie Wasser und versuchte nicht unter zu gehen. Isabell beschloss ihrer Schwester zu helfen, indem sie sie schleppte. Sie konnte es zwar nicht mehr so gut wie damals im Schwimmverein, aber es war immerhin besser als nichts.
Was wir das?", fragte Ina nach einer Weile.
"Ich helfe dir, damit du dich nicht  ganz unter gehst", sagte Isabell.
"Danke."
"Mache ich doch gerne", antwortete ihre Schwester und schwamm weiter.
Nach einer Weile hatte Ina wieder ein paar Kräfte gesammelt und sie schwamm alleine neben ihrer Schwester her.
Sie waren schon sehr weit weg vom Schiff geschwommen, da sahen sie in naher Entfernung eine Gruppe junger Menschen, die anscheinend auch über Bord gegangen waren und auch nicht wussten wo sie waren und wo sie hin wollten. Ina und Isabell schlossen sich dieser Gruppe an.
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Josefine Emilia Gruber
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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Mi 7 Jan 2015 - 18:32

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