Eine Kreuzfahrt, die so schrecklich endete...AICD ist ein Insel-RPG, bei dem man sich im Kampf ums Überleben zwischen Gut und Böse entscheiden muss.
 
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 Freitreppe am Heck

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Josefine Emilia Gruber
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BeitragThema: Freitreppe am Heck   Di 4 Nov 2014 - 16:07

cf: Das Schiff -> Piano Lounge Deck 1

Sein Gesichtsaudruck war ihr nicht entgangen, doch sie hatte sich zusammengerissen, bis sie die Lounge verlassen hatten und nun an der Reeling entlang zum Ende des Schiffes spatzierten.
Josefine konnte ein Lachen nicht mehr unterdrücken. "Sie hätten Ihr Gesicht sehen sollen. Es tut mir furchtbar leid, dass ich Sie gerade überrumpelt habe. Sie müssen ja glauben, ich würde immer so direkt auf die Männer zugehen." Sie lachte und strich sich eine vom Winde verwehte Haarsträhne aus der Stirn. Trotz der frischen Temperaturen hier draußen, war ihr warm. Was nicht zuletzt am Sekt lag.
Die beiden jungen Leute setzen sich auf dem Sonnendeck, welches jetzt, bei Nacht, von Lichterketten und dem Mond erleuchtet wurde und romantisch anmutete. Wie von Josefine Emilia erhofft, wurde vom Personal unter Hochdruck am Feuerwerkequipment gearbeitet.
"Wir machen hier Urlaub und die müssen für uns schufften", sagte sie mit einem Kopfnicken. "Haben Sie Lust, sich an die Bar zu setzen?", erkundigte sie sich bei Tony Wilder und lächelte.
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Tony Wilder
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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Di 4 Nov 2014 - 16:25

cf: Das Schiff -> Piano Lounge Deck 1


"Sie hätten Ihr Gesicht sehen sollen. Es tut mir furchtbar leid, dass ich Sie gerade überrumpelt habe. Sie müssen ja glauben, ich würde immer so direkt auf die Männer zugehen." Tony musste lächeln, während er zwischen der jungen Frau und der Reeling des Schiffs durch die frische Abendluft lief. "Schon okay", winkte er ab. "Im Urlaub sollte man das alles nicht so ernst nehmen", fügte Tony hinzu und zwinkerte Josefine zu.
Am Heck angekommen blieben sie stehen und sahen hinunter, ein Teil des Schiffspersonals begann das Feuerwerk vorzubereiten. Die junge Frau kommentierte dieses Treiben und Tony erwiderte: "Naja, immerhin haben wir sie sozusagen dafür bezahlt. Ich würde also sagen, dass das okay ist." Er sah die Blondine an und schmunzelte.
"Haben Sie Lust, sich an die Bar zu setzen?" Tony überlegte kurz. "Falls Sie darauf bestehen folge ich Ihnen gerne. Aber wie wäre es, wenn wir uns hier hinsetzen." Er zeigte auf zwei der vielen Liegestühle, die an Deck standen und mit Decken versehen worden waren. Anscheinend war schon alles für die Silvesternacht vorbereitet. "Sieht irgendwie gemütlicher aus als die Barhocker", fügte er hinzu und hoffte Josefine damit charmant überzeugen zu können.
"Was machen Sie beruflich?", erkundigte er sich schließlich. während er abwartete, für was sich seine Begleitung entscheiden würde.

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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Di 4 Nov 2014 - 16:55

"Falls Sie darauf bestehen folge ich Ihnen gerne. Aber wie wäre es, wenn wir uns hier hinsetzen. Sieht irgendwie gemütlicher aus als die Barhocker", schlug der junge Mann stattdessen vor und Josefine willigte ein. Den Drink konnte sie sich auch später holen. Sie setzte sich ihm gegenüber auf eine Liege. Sie war versucht, die hohen Schuhe auszuziehen, allerdings wollte sie den guten Eindruck noch ein wenig aufrecht erhalten.
"Was machen Sie beruflich?"
"Ich bin Journalistin. Normaler Weise stelle ich die Fragen", erwiderte sie und lachte auf. "Ich soll über diese Fahrt hier schreiben. Vielleicht ist das endlich die Chance, auf die ich gewartet habe", fuhr sie fort blickte auf den Ozean hinaus.
Endlich einen halbwegs sicheren Arbeitsplatz haben, endlich die Bezahlung erhalten, die ihr zustand. Endlich den Eltern zeigen können, dass sie es geschafft hatte.
"Und Sie?" Josefine sah ihr Gegenüber wieder aufmerksam an. "Sie sind gehen jedenfalls keinem Bürojob nach", stellte sie mit einem Schmunzeln auf seine Kleidung fest. Seinem Akzent nach zu urteilen, kam er aus den Staaten. Wie anders mochte dort das Leben sein? Ferne Länder bereisen, die Welt sehen. Das war schon immer der Traum der jungen Frau gewesen.
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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Di 4 Nov 2014 - 17:11

Journalistin. Nun war Tony klar, warum sie so neugierig und offen war. Oder anders herum - er hätte sich so etwas in der Art schon denken können. Josefine hatte anscheinend einen Beruf ergriffen, der ihr Innerstes wiederspiegelte und in dem sie aufging. Und Tony konnte nicht leugnen, dass ihm das gefiel. Schließlich war es bei ihm ganz ähnlich.
"Und Sie? Sie gehen jedenfalls keinem Bürojob nach" Tony lachte. "Ich versuche es so gut es geht zu vermeiden. Klappt leider nicht immer." Er sah die junge Frau an und fuhr dann fort. "Ich bin Cop, LAPD." Kurz überlegte er, was er seinen knappen Worten hinzufügen konnte ohne die Frau an seiner Seite sofort zu langweilen. "Hundestaffel um genau zu sein. Wir sind meistens am Trainieren oder im Einsatz. Aber ein bisschen Bürokram gehört leider auch dazu. Trotzdem spiele ich lieber mit Kate - das ist mein Hund, aber man kann sich das ja nicht immer aussuchen. Das kennen Sie sicher auch." Er fuhr sich durch die Haare und ließ seinen Blick dann wieder zu Josefine wandern.

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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Di 4 Nov 2014 - 17:37

Sie war überrascht, als Tony Wilder ihr mitteilte, Polizist zu sein. Fast hätte sie laut aufgelacht. Ihre Schwäche für amerikanische Krimiserien behielt sie nun also besser für sich. Der beste Freund des Mannes ist sein Hund, dachte Josefine amüsiert. Sie wollte nicht zu persönlich wären, dennoch hätte sie es brennend interessiert, ob Kate ihm auch zeitgleich die Familie ersetzte. Aber wenn der Abend so gut weiterlief, wie der begonnen hatte, würde sie vielleicht später noch genug Zeit haben, ihm diese Fragen zu stellen.
Irgendetwas in ihrem Inneren brachte sie dazu, sich für den Unbekannten vor sich zu interessieren. Sie wusste noch nicht, was es war. Doch was immer sie dazu bewegte, hier mit diesem Mann zu sitzen, irritierte sie. Es war nicht ihre Art, Fremde auf eine solch persönliche Art und Weise anzusprechen. Natürlich ging sie offen mit ihren Mitmenschen um, das brachte ihre Arbeit automatisch mit sich. Sonst wäre sie im Verlag auch fehl am Platze gewesen. Aber dieses Mal war es anders. Sie fühte sich so frei und ungezwungen, wie schon lange nicht mehr.
"Was verschlägt einen Cop aus L.A. hier auf dieses Schiff?", erkundigte sie sich stattdessen und lächelte ihn an.
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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Di 4 Nov 2014 - 18:01

"Was verschlägt einen Cop aus L.A. hier auf dieses Schiff?" Genau diese Frage hatte Tony sich vor einen halben Stunde selbst gestellt. Jetzt wurde er gewisserweise gezwungen eine Antwort zu finden.
"Urlaub und die spontane Flucht aus der Großstadt." Er lächelte. "Ich hatte noch einen haufen Tage Urlaub für dieses Jahr und einige Überstunden abzufeiern, also habe ich beschlossen mir die Ostküste mal genauer anzusehen. In New York hat es mich ehrlich gesagt nicht so lange gehalten. Irgendwie ist mir die Stadt zu groß." Tony lachte. Als ob LA eine Kleinstadt wäre. "Naja, jedenfalls ging es dann weiter Richtung Süden. Und in Florida habe ich dann aus einem Gefühl raus entschieden das neue Jahr in der Karibik zu starten. Könnte schlimmer kommen, oder?" Wenn Tony zu diesem Zeitpunkt gewusst hätte, wie viel schlimmer es noch kommen sollte, hätte er sicher einen anderen Gesichtsausdruck gehabt.
"Außerdem habe ich in meinem Leben noch nie eine Kreuzfahrt gemacht. Irgendwie hat es mich gereizt einfach mal spontan zu sein." Lächelnd schaute er zu Josefine. Eine Böe wirbelte durch ihr Haar und Tony sah zu wie sie es zu bändigen versuchte. "Aber ich will Sie nicht mit meinen Reiseplänen langweilen. Wenn Sie so gerne fragen, dann stellen Sie mir eine Frage." Herausfordernd und verschmitzt schaute er zu der junge Frau.

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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Fr 7 Nov 2014 - 14:00

Bei seinen letzten Worten musste Josefine lachen. "Sie langweilen mich keineswegs", erwiderte sie. "Ich finde es unheimlich spannend, Menschen und ihre Geschichten kennenzulernen. Und Sie erzählen mir definitiv etwas anderes als die Mütter im Geburtsvorbereitungskurs, über den ich schreiben musste", fuhr sie fort. "Ich soll mir hier ein Bild von der Gesellschaft an Bord machen, um nachher einen Artike voller Klischees zu verfassen. Aber ich denke, ich werde über spannenderes schreiben können." Sie lächelte ihn an.
Ihre wehenden Haare nervten sie, sodass sie in ihrer kleinen Handtasche nach einem Haargummi wühlte. Sie bemerkte seinen amüsierten Blick. "Man kann als Frau alles mitschleppen, aber im Grunde findet man nie, was man sucht", meinte sie entschuldigend, fand das Gesuchte und band sich die Haare mit einer gekonnten Bewegung im Nacken zusammen.
"Haben Sie Lust auf einen Drink, Tony?", fragte sie und deutete hinüber zur Bar. "Ich könnte uns was holen."
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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Fr 7 Nov 2014 - 14:19

Tony musste lachen, als Josefine versuchte ihre Haare zu zähmen. Irgend wie gefiel ihm diese Frau. Vielleicht war es das Unbefangene, dass er anziehend fand oder die Neugier, die auch er in seinem Beruf hin und wieder spürte.
"Also mit Klischees kann ich sicher auch dienen und wenn Sie Zeit haben kann ich Ihnen sicher auch die ein oder andere aufregende Geschichte erzählen. Aber ich werde versuchen das Wort "Cop" nicht mit dem Wort "Donut" in einem Satz zu verwenden. Bei Journalisten weiß man nie, die drehen einem jedes Wort im Mund um." Tony grinste und beobachtete, wie sein Gegenüber auf die kleine Neckerei reagierte. Sie wusste hoffentlich, dass er das weder besonders ernst, noch böse gemeint hatte. Josefines Reaktion nach nahm sie es locker und Tony freute sich, dass sie anscheinend den gleichen Humor hatte wie er.

"Haben Sie Lust auf einen Drink, Tony? Ich könnte uns was holen", fragte die junge Frau schließlich. "Sehr gute Idee", kommentierte der Polizist das Vorhaben und erhob sich. "Aber ich hole uns die Drinks. Was möchten Sie?" Kurz wartete er ihre Antwort ab und quittierte sie mit einem Lächeln. Dann ging er hinüber zur Bar, an der sich schon einige Leute niedergelassen hatte, um die Zeit zwischen Dinner und großem Feuerwerk zu überbrücken.
Tony hatte einen gute Moment abgepasst und seine bestellten Getränke innerhalb weniger Sekunden bekommen. Mit seinem Scotch in der einen Hand und Josefines Drink in der anderen, kam er auf die hübsche Blondine zu. "Bitte sehr", meinte er lächelnd und überreichte ihr das Glas.

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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   So 9 Nov 2014 - 16:39

Josefine war erfreut, als er sich anbot, die Drinks zu holen. Während er an der Bar war, ließ sie ihren Blick über das Deck des Schiffes schweifen, welches in der Dunkelheit von zahllosen bunten Papierlaternen und Girlanden erleuchtet wurde. Hinter der Reeling war das schwarze Nichts. Wider Willen beobachtete sie Tony Wilder, als er auf die Cocktails wartete und kurz darauf zu ihr zurückkehrte. Sie lächelte ihm entgegen. "Danke", sagte sie und nahm ihren Tequila Sunrise in Empfang. Sie wartete, bis er sich wieder gesetzt hatte. "Auf eine schöne Reise", sagte sie lächelnd und stieß mit ihm an.
Der junge Mann war Josefine auf Anhieb sympathisch. Er war anders, als die Arbeitstiere im Verlag oder die Typen, die man auf dem dreckigen Kiez traf, um sie zu interviewen. Und er war so anders als der Mann, den sie einmal mehr vor wenigen Tagen verlassen hatte. Ihre Trennungen waren jedes Mal endgültig gewesen und doch hatten sie sich jedes Mal auch wieder angenähert.
Josefine war in Gedanken versunken und bemerkte erst spät den beobachtenden Blick ihres Gegenübers. Sie fühlte sich ertappt. "Wissen Sie, dass Ihre bloße Anwesenheit mir schon ein schlechtes Gewissen macht?", fragte sie und trank einen Schluck ihres Drinks. "Das das Charisma eines Polizisten, nehme ich an." Sie grinste und war froh, dass er im schummrigen Licht nicht sehen konnte, dass sie errötete.
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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Mo 10 Nov 2014 - 19:07

"Auf eine schöne Reise" Die beiden jungen Leute stießen an. Sie hat zumindest schon mal gut angefangen. Tony nippte an seinem Drink und ließ den Blick ebenfalls übers Schiff schweifen. Je später der Abend wurde und je näher der Uhrzeiger Richtung Mitternacht wanderte, desto mehr Menschen verschlug es an Deck. Trotz der fehlenden Sonne und des Fahrtwindes war es immer noch sehr mild. Einer der vielen Vorteile, wenn man sich zu einer Karibik-Kreuzfahrt entschloss. Wobei es für Tony gar keinen großen Unterschied machte. In LA war es auch im Winter immer noch 20° und da er es nicht anders kannte, konnte er sich Weihnachten mit Schnee überhaupt nicht vorstellen. Da war es schon eine große Umstellung als er vor einigen Tagen an der kalten Ostküste ankam.
Sein Blick fiel wieder auf Josefine. Die junge Frau war ebenso in Gedanken versunken wie er vor wenigen Augenblicken. Doch nun bemerkte sie seinen Blick.
"Wissen Sie, dass Ihre bloße Anwesenheit mir schon ein schlechtes Gewissen macht? Das das Charisma eines Polizisten, nehme ich an." Tony musste ebenso grinsen und ließ seinen Blick absichtlich noch einen Augenblick auf ihr ruhen. "Ach ja? War das jetzt ein Kompliment?" Er musste lachen und hob das Glas an seine Lippen. Nachdem er seinen Drink abgestellt hatte fuhr er fort. "Und was ist der Grund für Ihr schlechtes Gewissen? Wie viele Leichen haben Sie im Keller?" Tony hob seine rechte Hand, die zuvor auf seinem Schenkel gelegen hatte und deutet auf Josefine. "Lügen Sie nicht, ich erfahre es so oder so", sagte er mit gespielt ernster Stimme und grinste. Wenn es nicht so dunkel gewesen wäre hätte man meinen können, dass er versuchte seinen Röntgenblick aufzusetzen, um die junge Frau zu durchschauen.

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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   So 16 Nov 2014 - 18:22

"Ich habe überhaupt keine Leichen im Keller", wehrte sich Josefine lachend. "Jedenfalls keine, von denen Sie wissen müssten", ergänzte sie. Sein Blick machte sie verlegen und sie trank - einmal mehr zu schnell - ihren Drink fast völlig aus. "Dieses süße Zeug ist reines Gift", meinte sie und stellte das Glas auf dem Boden des Decks ab. Der Alkohol stieg ihr bereits jetzt zu Kopfe und sie merkte, dass sie in nächster Zeit redseelig werden würde.
"Machen Sie das bei allen Frauen so? Diesen Blick aufsetzen?", fragte sie und grinste verschmitzt. Es war eigentlich nicht ihre Art, so offen mit Männern zu flirten. Zum einen war sie - zumindest zeitweilig - in einer Beziehung, zum anderen wollte sie diejenige sein, die erobert wurde. In ihrem Freundeskreis wurde sie gerne für zu konventionell gehalten und in diesem Punkt für zu wenig selbstbewusst.
Doch hier, auf diesem Schiff, war irgendwie alles anders. Der Mann gefiel ihr und es machte ihr Spaß, sich mit ihm hier an Deck aufzuhalten, den Sternenhimmel dieser lauen Nacht über sich und die Ungezwungenheit der Umgebung. Zurück in Deutschland würde sie diese Entspanntheit mit Sicherheit nicht mehr aufleben lassen können.
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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Di 18 Nov 2014 - 17:20

"Machen Sie das bei allen Frauen so? Diesen Blick aufsetzen?", fragte Josefine und Tony lächelte entwaffnend. "Ja, mit allen, die mir im Verhörraum gegenübersitzen." Er lachte und sah die junge Frau an. Ihm war nicht klar gewesen mit welchem Blick er sie betrachtet hatte. Auch Tony nippte noch einmal an seinem Drink. Er stellte das halb volle Glas wieder ab und während sein Blick über Deck schweifte, bemerkte er, dass es nun deutlich voller hier draußen geworden war. Ein Blick auf seine Uhr verriet ihm auch den Grund. 23:57. Das Getuschel der Leute wurde lauter und man konnte die knisternde Spannung förmlich fühlen. Auch Tonys Vorfreude stieg mit jeder Minute. Bis vor wenigen Stunden hätte er nicht gedacht, dass er sich so auf das neue Jahr freuen würde. Aber irgendetwas in ihm ließ ihn diese Meinung ändern.
"Wollen wir uns ein Plätzchen vorne an der Reeling sichern? Von dort sieht man das Feuerwerk bestimmt am besten." Der Polizist erhob sich und hielt Josefine die Hand hin, um ihr aufzuhelfen.

Das Stimmgewirr wurde leiser, als jemand begann den Countdown herunter zu zählen. 10...9...8.... Tonys Blick traf Josefines. Er sah die Begeisterung, die in ihren Augen aufblitzte und auf ihn übergriff. 3...2....1.... "Frohes neues Jahr!" Die Glückwünsche der fremden Menschen gingen fast im Feuerwerk unter. Die meisten lagen sich in den Armen oder verfolgten staunend das Spektakel am Himmel. Der junge Mann wandte sich seiner Begleitung zu. "Happy New Year, Josefine!"

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Noah Haase

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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Di 18 Nov 2014 - 18:13

ot: Falls ich doch auf Freya, Olivia und Co warten sollte, einfach löschen.

Das alles war keine so gute Idee gewesen. Von Anfang an. Und viel schlimmer konnte es eigentlich gar nicht mehr kommen. Das waren wahrscheinlich auch die Gedanken einiger Umstehender, oder Vorbeiirrender, welche an dem unbeholfen über das Deck stolperndem Typen vorbei kamen und ihn mit einer Mischung aus Mitleid und Abscheu betrachteten. Sonderlich wundern tat sich aber niemand. Und der Blondschopf hätte sich nicht einmal darüber beschwert, hätte der Abend wenigstens spaßig begonnen, was wohlgemerkt wahrscheinlich auch viele dachten, dass es so gewesen wäre.
Für einen Moment hielt er inne, krallte sich mit der rechten Hand an der Reling fest und versuchte seine innere Mitte zu finden - so zumindest wirkte es. Mit halb geschlossenen Augen versuchte er den stark schwankenden Gang vor sich zu fixieren, was ihm mäßig gelang. Das alles war keine so gute Idee gewesen. Und das Übel - im wahrsten Sinne des Wortes - hatte damit begonnen, dass er auf dem Unterdeck einen gemütlich wirkenden Pub aufgesucht hatte. Übermut traf diese Aktion im Kern. Heute Morgen noch war es ihm so gut gegangen, wie auf der ganzen verdammten Reise nicht und da die Woche bisher erträglich gewesen war, hatte er beschlossen das in Gesellschaft zu begießen. Betreutes Trinken war nicht ganz so sinnbefreit, wie sich allein in der Kabine vor dem Fernsehr zu beglückwünschen. Das Bier war gut gewesen und er wäre froh gewesen, hätte er auch noch ein zweites trinken können. Aber sein Erstes stand noch halb leer auf dem Platz - aber immerhin bezahlt. Die Musik war es auch nicht, die ihn nach draußen getrieben hatte.
Inzwischen war er erneut stehen geblieben, nachdem nach seinem Gefühl das Schiff nicht nur hin und her schaukelte, sondern sich nahezu um 90° neigte. Wieder krallten er sich, diesmal mit beiden Händen, an der Reling fest. Er hatte beinahe das Ende des Schiffes erreicht. Am Bug war es ihm zu seegängig gewesen. In einem Gedanken geistiger Umnachtung hatte er beschlossen, die Luft an der anderen Seite des Schiffes zu versuchen. Mit zusammengekniffenen Augen, Schweiß auf der Stirn und Beinen wie aus Wackelpudding murmelte er vor sich hin: "'Mach eine Kreuzfahrt' haben sie gesa - urgh ... ", als ihn das Unausweichliche überkam und er sich tief über die Reling beugte, von weniger melodischen Tönen begleitet. Das Bier selbst hatte er schon vor etwa 100 Metern eingebüßt und rein nach seiner subjektiven Wahrnehmung war es nun das Frühstück, dass da unsportlich über die Reling plätscherte. Das war fast noch schlimmer als am ersten Tag der Reise. Captains-Dinner? Nicht dran zu denken. Dinner? Kam auf's Angebot und den Seegang an, nicht zu vergessen von Sternenkonstellation bzw. Gottes Launen. Alternativen? Zwieback und lauwarmes Wasser. Und Medikamente - nicht zu vergessen. Nachdem sich im Giftschrank des Schiffsarztes doch noch etwas gefunden hatte, dass Noah zumindest ein wenig Linderung verschaffte, hatte er die nächsten drei Tage nahezu durchgeschlafen. Danach war es auch besser geworden, bis zum heutigen Abend. "'Das macht bestimmt Spaß' haben Sie gesagt", vollendete der von Seekrankheit Geplagte den Satz mit belegter, kraftloser Stimme.
Man hatte ihm vorschlagen den Horrizont zu fixieren, aber dort draußen war nur stockdunkle Nacht und blinkende Lichter des Horrizonts - Abgesehen davon hatte der Trick am Tage Längsseits des Schiffs nur mäßig getaugt. Die Personen um sich hatte er ohnehin schon ausgeblendet. In Erwartung einer weiteren Rache seiner Innereien, blieb er stehen wo er war. Außerdem vertraute er seinen Beinen nicht weit genug, als dass er es gewagt hätte die Reling loszulassen. Aber in dem Trubel störte er ohnehin nur die Personen rechts und links von sich. Der Rest nahm wahrscheinlich ohnehin keine Notiz von ihm. Das war ihm so auch fast lieber. Er wusste, wer schlussendlich Schuld an seiner Situation war, aber er befürchtete stark, dass das niemanden davon abhalten würde ihm trotzdem einen Vortrag mit der großen Überschrift "Vernunft" zu halten.
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Josefine Emilia Gruber
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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Mi 19 Nov 2014 - 17:18

Josefine wurde von einer freudigen Unruhe ergriffen, als sie mitbekam, dass sich immer mehr Passagiere an Deck des großen Luxusliners einfanden. Die Minuten der letzten beiden Stunden waren durch ihre Unterhaltung mit Tony Wilder so rasch vergangen, dass sie den Neujahrswechsel vermutlich verpasst hätte, hätte ihr Gegenüber sie nicht rechtzeitig daran erinnert.
"Wollen wir uns ein Plätzchen vorne an der Reeling sichern? Von dort sieht man das Feuerwerk bestimmt am besten."
"Natürlich, ja", erwiderte sie lächelnd und ergriff seine dargebotene Hand. Die Berührung ließ sie für einen Moment innehalten. Vielleicht einen Tick zu lange hielt sie seine Hand fest, ehe sie losließ und ihm an die Reeling folgte. "Wenn jetzt einer über Bord geht, bekommt es niemand mit", stellte sie grinsend fest und ließ sich von der Euphorie ihrer Mitmenschen vereinnahmen. Das Personal verteite frisch aufgefüllte Champagnergläser, ehe irgendwo jemand mit dem Countdown begann.
Der Jahreswechsel war für sie immer schon etwas besonderes gewesen. Ein Gefühl, etwas Altes hinter sich lassen zu können, um etwas Neues zu beginnen. Und irgendwie spürte sie in ihrem Inneren, dass das neue Jahr anders werden würde. Besser.
Null Uhr.
"Happy New Year, Josefine!"
"Frohes neues Jahr, Tony", erwiderte Josefine strahlend und küsste ihn, ehe sie darüber nachdenken konnte, flüchtig auf die Lippen.
"Ups", sagte sie verlegen und merkte, dass sie rot wurde. "Das ist mir jetzt..." Sie brach ab, zuckte mit den Schultern und grinste schief. So etwas kann auch nur wieder dir passieren, dachte sie.
Andere Gäste stießen mit ihnen an, jeder war in Feierstimmung, jeder war ausgelassen. Irgendwo spielte eine Band Partymusik.
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Tony Wilder
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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   So 23 Nov 2014 - 13:14

Josefines Kuss kam genauso unerwartet wie der Ruck, der plötzlich durch das gesamte Schiff ging.
Tony hatte noch erkennen können, dass es der jungen Frau wohl ein wenig peinlich gewesen war, dass sie ihn so überfallen hatte. Und der Polizist musste zugeben, dass er nicht wusste, wie er mit dieser Situation umgehen sollte. Sie hatte sich ihm wie selbstverständlich genähert und irgendwie hatte es ja auch gerade zur Stimmung, der Freude und den ganzen Glückwünschen gepasst. Auch wenn es von der Situation wirklich ungewöhnlich war, so musste sich Tony eingestehen, dass es ihm nicht unangenehm war. Nichts desto trotz stand er nun vor der Frage, wie er reagieren sollte. Josefine grinste ihn verlegen an und gerade als der junge Mann entschied, ob er den Kuss ignorieren sollte oder nicht, wurde ihm diese Entscheidung abgenommen.

Das Schiff bewegte sich auf einmal wie in Zeitlupe und ein nicht ganz definierbares Ächzen erklang. Tony ergriff die Reeling und lehnte sich über das Geländer, den Blick auf das Wasser gerichtet. Im Schein des Feuerwerks leuchteten die Wellen in unregelmäßigen Abständen in diversen Farben auf. Doch der Cop konnte nichts verdächtiges erkennen. Mit einem zweiten Ruck blieb das Schiff plötzlich stehen. Nicht, dass der Dampfer davor mit 19 Knoten Fahrt aufgenommen hätte. Der Kapitän hatte pünktlich zum Jahreswechsel die Maschinen soweit gedrosselt, dass die MS gerade noch steuerbar war. Doch diese Fahrt wurde jetzt von irgendetwas gebremst, sodass das Schiff allmählich zum Stehen kam.

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Freya Jensen

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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   So 23 Nov 2014 - 13:42

cf. Piano Bar

Nachdem Freya aus dem warmen nach draußen kam, fröstelte sie leicht. Hier auf dem Wasser war es doch bedeutent kälter, als an Land, als in Hamburg. Und doch durchströmte sie eine wohlige Wärme. Das neue Jahr stand kurz bevor. Vielleicht war das neue Jahr auch ein neuer Anfang. Eine neue Liebe, die langsam aber sicher in ihr Leben einzog. Doch man wusste nie.

So in Gedanken vertieft schritt Freya nun zu den anderen Leuten an die Reling, aber nicht ohne sich noch mal zu vergewissern, dass ihre Schiffsbekanntschaften aus der Bar, ihr folgte und sie sich zu ihre gesellten. Sie war froh, doch jemanden noch gefunden zu haben, mit denen sie sich unterhalten konnte. Die Fahrt geschenkt zu bekommen war ja schon ganz schön, aber alleine war sie trotzdem. Naja.. jetzt nicht mehr. Freya lächelte und stimmte in den allgemeinen Trubel ein paar Minuten vor Mitternacht ein. "Fünf... vier... drei... zwei... eins..." Ein großes Knall eröffnete das wunderschöne Feuerwerk. Freya mochte die roten, blauen und grünen Lichter. Sie war schon immer fasziniert von Feuer, von Feuerwerk und auch mochte sie Silvester.

Die Menschen lagen sich in den Armen und freuten sich. Freya schaute sich schnell um, wo waren Olivia und Samira?
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Samira Meier

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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Do 27 Nov 2014 - 7:46

cf. Piano Bar

Samira folgte Freya durch das Gedränge, bis sie schliesslich ein freies Plätzchen am Reling fanden. Sie musste zugeben, dass sie froh war Freya und Olivia kennengelernt zu haben. Die beiden waren wirklich nett.
Samira sah sich um. Rund um die Freitreppe hatte sich eine riesige Menschenmenge angesammelt. Alle warteten gespannt auf das angekündigte Feuerwerk. Samira versuchte ihre Schwester Chiara in der Menge ausfindig zu machen, was unmöglich war. Samira zuckte lächelnd mit den Schultern. So wie sie ihre Schwester kannte, würde sie ihre Zeit sowieso nicht mit einem Feuerwerk verbringen, wenn sie stattdessen einen gutaussehenden Mann abkriegen könnte.

Während Samira sich in Gedanken versunken umblickte und über die Menschenmasse staunte, zählten die Menschen um sie herum die Sekunden zum neuen Jahr herunter. "Drei... Zwei..., Eins..." Dann wurde das gewaltige Feuerwerk mit einem lauten Knall eröffnet.
Die drei Frauen wünschen sich gegenseitig ein gutes neues Jahr, als plötzlich ein heftiger Ruck durch das Schiff ging und die Menge erschrocken aufschrie.
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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Do 27 Nov 2014 - 18:27

cf. Piano Lounge

Die doch kühle Nachtluft ließ Olivia erschaudern, als sie aus der wohligen Wärme der Piano Lounge traten. Ein leichter Windstoß kam auf und ließ ihre Haare fliegen. "Wie absolut klischeehaft ist das denn jetzt schon wieder?", grinste sie in sich herein, während sie sich eine Haarsträhne hinters Ohr strich. Sie folgte Freya und Samira einfach schweigend zum Feuerwerk und dachte darüber nach, wie schön diese Reise sich noch entwickeln würde. Und sofern sie nicht mit dieser jungen Blondine von der Bar ihre Zeit verbringen musste, sondern sich anderweitig beschäftigen konnte, war Olivia einfach froh, dass sie sich für die Reise entschieden hatte.
Die erste Rakete stieg hinauf und ließ den Himmel in einem strahlenden Rot erleuchten, worauf eine zweite, dritte, vierte Rakete folgten. Olivia gab irgendwann das Mitzählen auf und genoss einfach nur das Spektakel, dass sich ihr bot. Sie lehnte sich wie vorhin gegen die Reling und bewunderte die Lichter am Himmel. Ihr Gedanken schweiften nach New York. Wie lange es dort wohl noch bis zum Jahreswechsel dauert?, überlegte Olivia. Sie war nicht der Mensch, der sich unbedingt im Central Park aufhalten musste, umgeben von lauter fremden Menschen, die alle das neue Jahr feierten. Die meisten Jahre stand sie allein in ihrem Appartement und blickte aus der verglasten Front über die Stadt, was ihr jedes Mal das Gefühl gab, direkt über New York zu schweben, und genoss die Aussicht. Doch heute störte es sie weniger. Überall um sie herum stießen Menschen auf das neue Jahr an und umarmten sich, doch plötzlich gab es einen Ruck und Olivia konnte sich gerade noch am Geländer festhalten. Dann stand das Schiff plötzlich still.
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Isabell Sommer

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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Fr 28 Nov 2014 - 18:23

cf. Piano Lounge

Isabell und Ina waren mit die letzen Passagiere, die sich auf den Weg zum Feuerwerk machten. Sie wollten eigentlich schon viel früher los gehen, aber sie hatten sich so verquatscht, dass sie gar nicht mitbekamen, wie es immer später wurde und schließlich Mitternacht war. Als sie draußen waren, spürten sie trotz ihrer Jacken, die Kälte. Sie beschlossen sich einen schönen Platz zu suchen, von wo aus sie einen guten Blick auf das Feuerwerk hatten. Dies war allerdings komplizierter als gedacht, denn es war schon sehr voll und außerst schwierig einen guten Platz zu finden.
Sie fanden dennoch einen und genossen das Feuerwerk. Als das Feuerwerk fast vorbei war, gab es auf einmal eine Ruck und das Schiff stand plötzlich still. Es war so als hätte jemand einen Schalter umgeschaltet.
Isabell und Ina wundert sich warum, dass Schiff nicht mehr fuhr und still stand. Aber sie dachten sich: "Es wird wohl bald weitergehen."
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Kris Wächter

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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Mo 1 Dez 2014 - 22:52

"Achtzehn, Siebzehn...." Ein Chor aus vielen Stimmen zählte die Sekunden in Richtung Mitternacht. Es waren so viele Menschen an Deck gekommen, dass sie sich sogar noch in den Gängen drängelten. Das noch niemand über Bord gegangen war, grenzte an ein Wunder.
"Sechzehn, Fünfzehn, Vierzehn..."
Eine der wenigen Passagiere, die sich nicht an den allgemeinen Feierlichkeiten beteiligte, saß stattdessen auf der Reling, die Füße unter die mittlere Stange geklemmt - nur für den Fall, dass sie das Gleichgewicht verlieren sollte- und summte eine leise Melodie vor sich hin.
"Dreizehn, Zwölf, Elf..."
Der Wind frischte auf und fuhr unter Kris' dicken Pullover. Ein Schaudern schüttelte sie und sie zog die Schultern hoch. Der Ausblick auf den pechschwarzen Ozean tat sein Übriges. Die junge Frau hatte schon immer gefunden, dass das Meer bei Nacht wirklich unheimlich aussah, wie ein endlose Masse aus sich bewegender Schwärze, die wer weiß was in sich verbarg.
"...Te ngakau o te Matua
Hine, E Hine!..."
Sie kannte den Text auswendig zu dem Schlaflied, ihrem Lieblingslied. Ein leichtes Lächeln lag auf ihren Lippen und das kalte Material der Kette in ihren Händen hatte schon längst ihre Körperwärme angenommen.
Sie ließ die rauhe Oberfläche durch ihre Finger gleiten und schaute auf den Anhänger am Ende des Lederbandes. Er war handgeknüpft aus Federn, Perlen und einem kleinen Holzstück in der Mitte. Sie besaß ihn schon, seit sie ein kleines Kind gewesen war.
"Sieben.. Sechs.."
Der Stimmenchor schwoll an und Kris ließ die Kette noch ein Stück weiter rutschen, als sich plötzlich jemand neben ihr über die Reling beugte, etwas von 'eine Kreuzfahrt machen' murmelte und sich dann aus heiterem Himmel lautstark würgend sein Essen noch mal durch den Kopf gehen ließ.
Die junge Frau starrte ihn einen Moment perplex an, dann schnaubte sie belustigt. "Meine Fresse, Mann, Stimmungskiller. Einen schlechteren Moment hättest du dir nicht aussuchen können." Sie seufzte theatralisch. "Ein ganzes Schiff voller Reling und so viele schöne Blumentöpfe, in die du reihern könntest und du musst ausgerechnet hier..."
Dann bemerkte sie jedoch seine eher ungesund grünliche bis kalkweiße Gesichtsfarbe, die alles, nur nicht 'Hallo, ich bin hier und ich hab Spaß' schrie. Sie schloss ihre Kette wieder fest in die Faust, ließ sie in ihrer Tasche verschwinden, schwang ein Bein zurück über die Reling und drehte sich zu ihm: "Okay, die Frage, ob es dir gut geht, spar ich mir jetzt einfach mal. Bleiben irgendwie nicht mehr viele Alternativen..."
Kris' blickte kurz über ihn hinweg und sah gerade noch eine alte Dame mit pikiertem Gesichtsausdruck Richtung Freitreppe flüchten, und - ein Lächeln unterdrückend - wandte sie sich wieder dem Blondschopf zu, der sich neben ihr gerade nicht mehr die Eingeweide aus dem Leib würgte.
"Wenn du dich so fühlst, wie du aussiehst, dann würde ich dir raten, nie wieder auch nur einen Fuß auf ein Schiff zu setzen."
Sie streckte den Arm aus und schnappte sich eine von den Piccoloflöten mit Mineralwasser von einem vorbeilaufenden Tablett  (Natürlich lief das Tablett nicht selbst, sondern wurde von einem Kellner getragen, aber der Gang war so voll gestopft, dass nur die Hand mit Tablett zu sehen war und Kris fand das urkomisch.) und hielt sie dem jungen Mann hin.
"Mal nachspülen?"
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Josefine Emilia Gruber
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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Di 2 Dez 2014 - 18:53

OT: Bitte beachtet, dass das freundliche Geplänkel angesichts des sinkenden Schiffes nun eingestellt werden muss pirat
___________________________________________________________________________________________


Es kam plötzlich und völlig unvorhergesehen. Ein starker Ruck ging durch den Schiffskörper, als er zum Stillstand kam. Sie verlor den Halt in ihren Pumps, geriet ins Taumeln und konnte sich soeben noch an der Reeling festhalten.
"Scheiße, was war das denn?", fragte sie erschrocken und sah den Mann an, mit dem sie bis jetzt den Abend verbracht hatte. Sie nahm die Unruhe in seinem Blick und auch den Stimmungsumschung an Bord sofort wahr. Ein weiterer Stoß erschütterte des Schiff.
Angst überkam sie. Angst, die sie nur mühsam niederkämpfen konnte.
Bordpersonal versuchte, die Passagiere zu beruhigen. Doch an ihren Stimmlagen konnte man hören, dass auch sie sich ihrer Sache nicht sicher waren.
Das Licht flackerte und erlosch für unendlich erscheinende Sekunden, bis wohl ein Notstromaggregator ansprang. Das Bild der Titanic blitze vor Josefines innerem Auge auf. Das hier war kein technischer Defekt.
Sie hörte Rufe, ärgerliche und verängstigte.
"Was passiert hier?", stieß sie kaum hörbar hervor und suchte unbewusst Schutz in Tony Wilders Nähe. Auch der US-Polizist schien nicht zu wissen, was er von der Situation haten sollte.
Eine Durchsage des Kapitäns erklang in englischer Sprache durch die Lautsprecheranlange an Bord. Innerhalb weniger Sekundenbruchteile war es totenstill an Deck geworden, einzig ein paar letzte Silvesterraketen stiegen noch in den Himmel empor, erleuchteten in bunten Farben die Szenerie.
"Meine sehr verehrten Damen und Herren, hier spricht Ihr Kapitän. Wir bitten Sie, Ruhe zu bewahren. Aufgrund eines Zwischenfalls sind die Maschinen der MS JJ ausgefallen. Zu Ihrer aller Sicherheit möchte ich Sie bitten, die Schwimmwesten entgegen zu nehmen, die vom Bordpersonal ausgeteilt werden. Halten Sie sich bitte nicht in den unteren Decks auf und -" Ein markerschütterndes Knarzen durchbrach die Stille, es klang furchtbar und just in diesem Moment wurde allen klar, dass es sich beim vermeintlichen Defekt nicht mehr um eine Lapalie handeln konnte. "- Befolgen Sie die Anweisungen des Personals und bewahren Sie nun Ruhe..."
Die letzten Worte des Kapitäns klangen bei Weitem nicht mehr so selbstsicher, wie zu beginn. Trotz seiner Hinweise brach binnen Sekunden Chaos unter den Passagieren aus.
"Tony", erschrocken hatte die junge Journalistin nach seiner Hand gegriffen. "Die evakuieren das Schiff!", sagte sie und deutete an der Reeling entlang zu den Positionen, an denen sich die Rettungsbote befanden. "Oh Gott, das Schiff wird sinken", brach sie hervor und ihr Herz schlug so schnell, dass sie das Gefühl hatte, keine Luft mehr zu bekommen.


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Tony Wilder
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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Mi 3 Dez 2014 - 18:07

Die Durchsage des Kapitäns hallte durch die Außenlautsprecher. Die Notbeleuchtung tauchte das gesamte Schiff in mattes Rot. Das Blinken der Lichter trug nicht gerade zur Beruhigung bei und Tony ahnte jetzt schon, das der Ernst der Lage noch lange nicht seinen Höhepunkt erreicht hatte. Gerade als sich der junge Mann an Deck orientieren wollte, um zu entscheiden, was er als nächstes tun sollte, spürte er Josefines Hand an seinem Arm. Er folgte ihrem Blick und entdeckte ebenfalls, wie zwei Bootsmänner dabei waren das erste Rettungsboot herabzulassen.
Zu diesem Zeitpunkt war schließlich jedem an Bord klar, dass die Lage äußerst bedrohlich war.
Tony packte Josefines Arm sanft aber bestimmt und zog sie durch die panische Menschenmenge. Er versuchte den Überblick zu behalten, um auf gar keinen Fall die Orientierung an Bord zu verlieren und steuert zielgenau auf einen der Matrosen zu. Tony nahm ihm zwei Schwimmwesten ab. "Wie lautet der Notfallplan für so einen Zwischenfall?", fragte Tony auf Englisch. Die Stimme des Polizisten war fest und laut und sein Blick war stur auf den Bootsmann gerichtet. Der Junge - Tony schätze ihn nicht älter als 20 - stammelte etwas unverständliches, dann fasste er sich und zeigt auf das Heck, wo immer mehr Angestellte versuchte die Rettungsboote klar zu machen. Der Polizist schnappt sich seine Begleitung und wich mit ihr in eine kleine Ecke aus, die nicht vom Chaos der Menschenmassen betroffen war. Routiniert zog der zuerst Josefine die Schwimmweste über, dann sich selbst. "Bei welchem Rettungsboot bist du eingeteilt?" Sein Blick ruhte auf der jungen Frau und er versuchte ihr wenigstens ein wenig Sicherheit zu vermitteln. Am ersten Tag an Bord war eine verbindliche Einführung Pflicht gewesen, damit jeder Passagier im Falle des Falles wusste, zu welchem Rettungsmittel er sich begeben musste.
Nachdem die junge Frau ihm geantwortet hatte, nahm Tony ihre Hand. "Nicht loslassen, okay?!" Für eine lange Sekunde trafen sich ihre Blicke. Dann löste Tony den Blick und bahnte sich den Weg durch die panisch umherlaufenden Menschen. Plötzlich ging ein weiterer Ruck durch das Schiff. Anthony merkte, wie der Boden unter seinen Füßen schwankte. Er versuchte sich irgendwo festzuhalten, doch er griff ins Leere. Das Kreuzfahrtschiff bekam von Sekunde zu Sekunde mehr Schieflage. Tonys Füße verloren den Halt und er rutschte mit Josefine über das Deck. Verzweifelte Schreie drangen an sein Ohr und übertönten den Lärm der Notfalldurchsagen.

_________________

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Freya Jensen

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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Mo 8 Dez 2014 - 17:17

Freya fühlte sich gerade so richtig feierlich und wollte das neue Jahr mit einem fröhlichen "Happy New Year" begrüßen, als es plötzlich einen großen Ruck durch das Schiff ging, ein lautes Knarren folgte und die Notbeleuchtung anging. Sie schaute sich leicht panisch um.
Die junge Dänin mochte das Wasser. Sie hatte früher oft genug an und in ihm gespielt. Aber jetzt war es dunkel. Es war Winter und das Wasser dürfte keine höhere Temperatur als 4 Grad haben. 'Wenn nicht noch niedriger.' dachte sie betrübt.

Schnell schaute sie sich um, was die anderen Passagiere taten. Viele wechselten von ihrer gesunden, feierlichen Gesichtsfarbe in eine leichtes grün-blasse. 'Wo waren Olivia und Samira?' schoss es ihr in den Kopf und war unendlich erleichtert, als sie die beiden direkt neben sich sah. Getrennt nur von einem etwa 2 Meter großen Kerl mit einer Schulterweite, die jeden durchtrainierten Spunt nur neidisch werden ließ, welcher ihr die Sicht versperrte.
"Samira? Olivia? Ich weiß zwar nicht wie es euch geht.. aber ich glaube wir sollten uns irgendwo mal eine Rettungsweste besorgen..." Und wie aufs Stichwort, betraten nun drei Jüngelchen in Matrosenoutfit das Deck und verteilte die Westen. Schnell schnappte sich Freya eine und warf sie sich über.
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Samira Meier

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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Mo 8 Dez 2014 - 18:26

Hastig zog sich auch Samira eine Rettungsweste über. Die Schiffbesatzung versuchte die Passagiere zu beruhigen. Doch es nützte kaum etwas. Auch Samira drohte in Panik zu geraten. 'Wo ist Chiara?', schoss es ihr durch den Kopf. Sie blickte sich nervös um, doch ihre Schwester konnte sie nirgends entdecken.
Sie war froh, dass wenigstens Freya und Olivia neben ihr standen. Die Gegenwart der beiden beruhigte sie irgendwie.

Ein weitere Ruck ging durch den riesigen Dampfer. Das Schiff geriet mehr und mehr in Schieflage. Alle Menschen, die noch kurz davor das Feuerwerk bestaunt hatten, schrien panisch durcheinander. Auch die Schiffsmanschaft schien bei weitem nicht mehr so ruhig zu sein, wie am Anfang. Hektisch gaben sie Anweisungen. "Bitte suchen sie das ihnen zugeteilte Rettungsboot auf.", brüllte der junge Mann in Uniform, der direkt neben Samira stand. "Die evakuieren das Schiff.", rief Samira aus, "Wohin müsst ihr?"
Als Freya und Olivia antworteten, meinte Samira: "Zum Glück haben wir dasselbe. Kommt." So bewegten sie sich mit den anderen Menschen um sie herum, zu den Rettungsboten.
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Olivia Grey

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BeitragThema: Re: Freitreppe am Heck   Mo 8 Dez 2014 - 20:47

Etwas verzweifelt klammerte sich Olivia an das Geländer. Langsam traten ihre Fingerknöchel weiß hervor, so fest umfasste sie das dunkle Holz. Ein weiterer Ruck durchlief das Schiff und die Brünette begann s ich leicht panisch umzusehen. Für einen Moment schloss sie die Augen, nur um sich sicher zugehen, dass sie nicht im nächsten Moment umkippen würde. Sie atmete einmal tief ein und die kalte, klare Nachtluft ließ sie einen etwas freieren Kopf bekommen. Wieder öffnete sie ihre Augen und sie blickte sich um. Nur knapp neben sich erspähte sie Freya und Samira, die beide einen panischen Ausdruck auf dem Gesicht hatten, während Olivia sich lieber für das Modell „Cool bleiben!“ entschieden hatte. „Bitte suchen Sie das Ihnen zugeteilte Rettungsboot auf!“, hörte Olivia einen Mitarbeiter der Crew brüllen. Da dieser unglücklicherweise direkt neben ihr stand hielt sie sich erschrocken das Ohr zu. So viel Lautstärke war sie trotz der Schreie, die nun überall vereinzelt zu vernehmen waren, nicht gewohnt. Plötzlich hörte sie die leicht aufgeregte und doch ruhige Stimme Freyas neben sich: „Samira? Olivia? Ich weiß zwar nicht, wie es euch geht… Aber ich glaube, wir sollten uns mal irgendwo eine Rettungsweste besorgen…“ Ein kurzer Blickkontakt mit der jungen Frau und ein knappes Nicken reichten, dann machten sie sich zum nächsten Crewmitglied auf. Immer wieder hatten sie damit zu kämpfen, gegen die vielen Leute anzukommen, die ebenfalls das gleiche Ziel hatten, wie die jungen Frauen. Endlich hatten sie den Mann erreicht, der hektisch die Westen verteilte, dann vernahm sie Samiras Stimme hinter sich: „Die evakuieren das Schiff! Wo müsst ihr hin?“ Knapp Antwortete Olivia, die langsam etwas genervt war, da Samira wiederholte, was nun schon tausend Mal von einem Crewmitglied über ihre Köpfe hinweg gebrüllt worden war, doch dann hielt sie eine Sekunde inne und nahm einen tiefen Atemzug. Ganz ruhig, Olivia. Reg dich nicht auf. Samira ist auch nur panisch. Sie warf Freya einen Blick zu, den diese nicht bemerkte. "Mein Gott, manchmal bin ich einfach nur froh, wenn jemand so clever, ist, dass man nicht groß Worte zu verliere braucht!“, seufzte sie innerlich. Dann setzte sie sich in Richtung des Rettungsbootes in Bewegung, das sie im Notfall aufsuchen sollte. Dabei sah sie aus dem auch die Blondine und den jungen Mann von der Bar wieder. Bitte, bitte, mach, dass sie nicht in meinem Rettungsboot sitzen. Das halte ich nicht auch noch aus!, schickte sie ein Stoßgebet in den Himmel, bevor sie sich wieder darauf konzentrierte, dass sie zügig weiterlief.
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Freitreppe am Heck
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